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Mittwoch 04.06.2008

Wir hatten den ganzen Tag in Ilulissat zur Verfügung, um spazieren zu gehen und Lebensmittel für unsere bevorstehende Tour einzukaufen. Besonders neugierig waren wir auf den Eisfjord.

Wie würde er wohl Anfang Juni aussehen? Damals waren wir drei Wochen später hier.

Am Eisfjord

Zunächst sind wir vom Zeltplatz zum Aussichtspunkt gewandert. Der Eisfjord gehört seit 2004 zum UNESCO Welterbe. Es war für uns sehr erschreckend, welchen Schaden die dadurch angezogenen Besuchermassen der arktischen Natur in dieser kurzen Zeit zugefügt haben.

 

Als wir 2002 hier waren, hat sich jeder einen eigenen Weg zum Eisfjord gesucht, dadurch wurde nicht immer an der gleichen Stelle auf die empfindlichen Pflanzen getreten. Man hat nur stellenweise schmale Pfade und sonst gar keine Wege gesehen.

Heute ist mit Holzpflöcken ein Weg abgesteckt, den die Touristen nicht verlassen sollen. Er führt durch viele Senken, in denen sich Schmelzwasser sammelt und ist dementsprechend matschig. Durch die vielen Besucher sind inzwischen auch auf einer Breite von 1-2 Metern alle Pflanzen zertrampelt. Schade!

Wir haben uns verbotenerweise weiter oben gehalten, um trockenen Fußes zum Eisfjord zu gelangen. Wenn man vorsichtig auf die Moose und Flechten tritt, nehmen sie keinen Schaden. Im Gegenteil, sie federn die Schritte super ab und richten sich dann wieder auf.

Verbotsschild

Wanderung zum Eisfjord

Am Aussichtspunkt angekommen, waren wir genauso überwältigt, wie damals. Die gigantischen Eismassen waren noch komplett eingefroren. Keiner der Eisberge hat sich Richtung Meer bewegt. Wir wußten jedoch, dass sich dies in kurzer Zeit ändern würde.

Schlittenhund

Blume

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