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Tag 28 18.07.2002 Der letzte Tag in Grönland war angebrochen. Das Radfahren hatten wir aufgegeben, somit stand heute noch einmal Wandern auf dem Programm. Oberhalb von Kangerlussuaq kommt man zum Lake Ferguson. Am rechten Seeufer sind wir Richtung Granatsfjellet gewandert. Die Amerikaner haben hier einen Trampelpfad hinterlassen, so dass wir recht zügig voran kamen, aber der See zieht sich sehr in die Länge. Unterwegs haben wir ein paar tote Moschusochsen gesehen, da erschrickt man schon ganz schön, wenn so ein Koloss plötzlich am Wegesrand liegt. In der trockenen und fast bakterienfreien Luft verrottet fast gar nichts oder es dauert sehr lange. Am Ende des Sees haben wir dann Rast gemacht. Bis zum Granatsfjellet war es noch ein ganzes Stück zu gehen. Vorher hatten wir in einem Prospekt gelesen, dass es dort roten Granat geben soll, der sich mit Hammer und Meißel leicht aus den Felsen herausschlagen ließe. Ohne dieses Wissen wären wir wahrscheinlich gar nicht mehr bis dahin gelaufen. |
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Hammer und Meißel hatten wir natürlich nicht dabei, somit hat Uwe den bergmännischen Abbau mit einem großen Stein versucht und sich dabei ordentlich die Hand verletzt. Aber wir haben etwas Granat mit nach Hause genommen. |
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Unterwegs haben wir wieder ein Rentier gesehen. In Vorfreude auf unsere Rentier-Burger haben wir uns dann auf den Rückweg gemacht. |
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Der Weg verlief am anderen Seeufer entlang und leider fing es an zu regnen. Darauf waren wir nicht so richtig eingestellt, wir hatten nur die Ponchos, aber nicht die Regenhosen mitgenommen. Der Weg kam uns endlos lang vor und nach insgesamt 7 Stunden kamen wir völlig durchgeweicht am Zelt an. Die Schuhe konnten wir auskippen, soviel Wasser war da drin. Aber als wir dann trockene Sachen angezogen hatten und unser Rentierhackfleisch gebraten war, ging es uns wieder gut. |
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