Grönland 2026 - fünf vor zwölf

Statistik

 

Start

31.8.2026

Ende

01.10.2026

Strecke

ca. 9700 km

Übernachtungen

31

Grönland

Route

Nr.

Ort

Land

Nächte

Strecke

0.

Kopenhagen

DK

1

740 km

1.

Kangerlussuaq

GL

2

3430 km

2.

Ilulissat

GL

2

252 km

3.

Oqaatsut

GL

2

23 km

4.

Ilulissat

GL

1

16 km

5.

Uummannaq

GL

6

170 km

6.

Ilulissat

GL

6

193 km

7.

Aasiaat

GL

5

90 km

8.

Nuuk

GL

3

506 km

9.

Kopenhagen

DK

3

3541 km

10.

Werne

D

 

740 km

Reiseroute

Uummannaq 14.9.2026

Es regnet die ganze Nacht durch und auch am Morgen noch. Um 9 Uhr holt uns das Flughafenshuttle ab. Beim Einchecken für den Helikopterflug wird unser gesamtes Gepäck und wir selbst gewogen. Die Ankunft des Helis verzögert sich um eine Stunde. Vielleicht konnte er wetterbedingt nicht pünktlich abfliegen.

Flughafen Ilulissat

Die 8 Passagiere sind schnell an Bord. Wir vermuten, dass der sehr symphatische Pilot ein Amerikaner ist. Er begrüßt uns und erklärt kurz die Bedienung der Sicherheitsgurte.

 

Eine Mitreisende und ich lassen uns Sicknessbags geben, sicherheitshalber! Der Pilot meint nur, wir wären sehr empfindlich, wenn uns auf dem Flug übel wird. Er scherzt, dass wir die Maschine putzen müssen, wenn das passiert und findet es gut, dass wir nach Tüten verlangen.

Pilot

Zunächst fliegt er über dem Wasser genau zwischen Diskoinsel und Festland nach Nordwesten. Unter uns treiben riesige wunderschöne Eisberge. Die Farben des Eises kommen bei trübem Wetter viel besser zur Geltung als bei Sonnenschein, von daher sind wir gar nicht traurig, dass es bewölkt ist.

Eisberg

Eisberg

Eisberg

Am Ende der Halbinsel, die wir umrunden müssen, dreht der Pilot Richtung Nordost und fliegt über Land durch eine breite Schlucht. Die Berge rechts und links sind vom Niederschlag der letzten Tage mit Schnee bedeckt.

Schneebedeckte Gipfel

Erosion

Wildes Flusstal

Bei der kleinen Siedlung Niaqornat geht es wieder hinaus auf's Meer. Wir bewundern die Grönländer, die so abgeschieden inmitten einer grandiosen, aber auch harschen Natur dauerhaft leben.

Siedlung

Die Flugzeit bis Uummannaq beträgt eigentlich 45 Minuten. Heute dauert es etwas länger, nach gut einer Stunde setzt der Heli zur Landung an. Wir sind erstaunt und erfreut über die vielen Eisberge vor der Insel.

Landeanflug

Traumhaft

Ein Mitarbeiter von AVANI, wo unsere Unterkunft gemietet ist, holt uns mit einem großen Geländewagen ab und macht erstmal eine Stadtrundfahrt. Er zeigt uns, wo wir einkaufen können und wo Restaurants sind.

Angekommen

Angekommen

Wir fragen ihn nach den Eisbergen und erfahren, dass sie mit dem Südwind hergetrieben wurden. Normalerweise liegen hier nicht so viele. Was für ein Glück für uns :-)

Hafen

Vom Hafen fährt er einen steilen Weg hinauf zu einem roten Holzhaus, welches uns auf Anhieb gefällt. Es freut uns sehr, dass wir fast eine Woche lang wie die Grönländer wohnen werden.

Ferienhaus

Das Haus muss jemand eingerichtet haben, der ähnlich tickt wie wir. Wir mögen den geradlinigen Stil. Alles ist blitzblank. Die voll ausgestattete Küche lässt keine Wünsche offen. Nicht ein Geschirrteil, Gewürz oder Gerät wird von uns vermisst. Wegen der Waschmaschine haben wir genau dieses Haus gebucht. So konnten wir das Gepäck klein halten und müssen nicht so viele Klamotten mit uns rumschleppen. Die von der Gummierung der Regenhosen versauten Wanderhosen werden schnell wieder sauber.

Küche

Am liebsten hätten wir überall solche Unterkünfte, die günstiger sind als die Hotels am Eisfjord. Wir lieben es, in den lokalen Supermärkten einzukaufen und unsere Mahlzeiten selbst zuzubereiten. Gern gehen wir auch mal im Restaurant essen, doch die Auswahl an Speisen wiederholt sich und man muss das Hotel verlassen, um woanders einzukehren. Da ist es im Schlabberlook im Ferienhaus viel gemütlicher.

Essbereich
Wohnbereich

Die Ver- und Entsorgung in Siedlungen, welche meist auf Felsen errichtet sind, ähnelt der im Wohnmobil. Eine oberirdische Wasserleitung kann man wegen dem strengen Frost im Winter nicht bauen und auch keine Kanalisation.

 

Bei unserer Ankunft wird gerade Frischwasser aus einem Tankwagen in den Wassertank auf der oberen Etage des Hauses gepumpt. Sobald ein Wasserhahn aufdreht wird, springt eine Pumpe an, um den nötigen Druck zu erzeugen. Das Abwasser wird in einem Tank gesammelt und später abtransportiert.

Bad
Verbrennungstoilette

Eine Besonderheit ist die Verbrennungstoilette. Die Technik kennen wir aus dem Wohnmobilzubehör. Man verrichtet sein Geschäft in einen eigens dafür vorgesehenen Beutel. Beim "Spülen" fällt er in die Brennkammer und wir dort zu Asche zersetzt.

 

Der Vorgang verbraucht viel Energie. Diese Art von Toiletten sind kein Standard in Grönland, sondern wahrscheinlich extra für uns Touristen installiert. Die Grönländer benutzen einfache Plumpsklos mit stabilen Plastikbeuteln, deren Inhalt im Meer entsorgt wird. Dazu später noch mehr.

Schlafbereich

Nachdem die Rucksäcke ausgepackt sind und wir die mitgebrachten Brötchen aufgegessen haben, heißt es einkaufen, denn wir sind hier Selbstversorger.

 

Der ganze Ort liegt an einem Hang. Viele Teppen führen rauf und runter. Von überall öffnen sich tolle Blicke. Wir wollten schon immer hierher und sind nun schockverliebt in Uummannaq.

 

Im Supermarkt lassen wir 80 €, verglichen mit einem Abendessen im Restaurant ist das sehr günstig. Die Preise entsprechen in etwa denen in Norwegen.

ERster Einkauf

Ilulissat 7.-8.9.2026

Heute Mittag fahren wir zurück nach Ilulissat. Bis dahin ist noch genug Zeit, um ein wenig spazieren zu gehen. Gern hätten wir erneut die Wale vorbeiziehen sehen, doch die vielen Möwen begleiten nur einen Fischer.

Schöner Morgen am H8

Blick zum Eisfjord

Gegen eins gehen wir rüber ins Restaurant und bekommen vor der Abfahrt der "SERFAQ" noch einen Kaffee.

Das Boot ist da

Alle einsteien

Es ist ziemlich windig und ich werde leicht seekrank. Sicherheitshalber lasse ich mir eine Tüte geben, doch der erfahrene Skipper steuert das Boot ruhig durch Wind und Wellen sowie an Eisbergen vorbei. Die Plastiktüte wird nicht gebraucht.

 

Kurz vor Ilulissat können wir uns die neue Landebahn vom Wasser aus ansehen. Es ist erschreckend wie viel Material aufgeschüttet wurde, um die große ebene Fläche hinzubekommen. Leider ist das auf keinem Foto zu erkennen, weil es inzwischen regnet und alles grau aussieht.

LOs geht's

Eisberg

Vor dem Hafen von Ilulissat liegt das kleinste Kreuzfahrtschiff Deutschlands, die MS Hamburg, mit Platz für maximal 400 Gäste. Die war doch bei unserer Ankunft auch schon hier. Die Recherche der Route ergibt, dass sie in Kangerlussuaq neue Passagiere aufgenommen hat und nun über Island und die Orkney Inseln zurück nach Hamburg fährt. Da hatten die Kreuzfahrer vor vier Tagen aber schöneres Wetter.

Kreuzfahrtschiff

Ein paar Minuten später als geplant legen wir nach einer guten Stunde Fahrzeit direkt am Hotel Hvide Falk an.

Am Hotel

Der Check-In ist schnell erledigt. Wir bekommen wieder dasselbe Zimmer. Das Bedürfnis zu duschen ist groß. Danach gibt es Kaffee aus der mitgenommenen French Press. In die Stadt wollen wir bei dem strömenden Regen nicht mehr. Zum Abendessen wird kurzerhand ein Tisch im Hotelrestaurant reserviert.

Rezeption

Bis dahin genießen wir die heute etwas trübe Aussicht. Die Kajakfahrer sind nicht zu beneiden, auch wenn sie Trockenanzüge tragen. Kommen die vom Kreuzfahrtschiff? Vom Paddeln haben sie jedenfalls keine Ahnung. In der Ferne ziehen dann doch noch die Buckelwale vorbei.

Viel los auf em Meer

Wale

Den Tisch hatten wir erst zu 19 Uhr reserviert, aber um sechs haben wir schon einen Bärenhunger. Schließlich gab es nur ein geteiltes Brötchen vom Frühstück zum Mittagessen.

Restauranteingang

Diesmal entscheiden wir uns für den regional gefangenen Heilbutt mit Fenchelgemüse und Safransauce. Es ist zwar ein recht kostspieliges Vergnügen in Grönland essen zu gehen, doch Zubereitung und Geschmack sind jede Krone wert. Unser Lieblingskellner schwatzt eine Weile mit uns und bringt Ferngläser, damit wir die Wale beobachten können. Wir fühlen uns absolut wohl.

Heilbutt

Ausschau nach Walen

Oqaatsut 5.-7.9.2026

In derWettervorhersage hatte sich schon abgezeichnet, dass es an dem Tag regnen wird, wo wir die lange Wanderung machen wollen. Sicherheitshalber erkundigen wir uns beim Veranstalter, ob wir auch mit dem Boot nach Oqaatsut fahren können. Ja, das ginge, aber wir halten uns noch offen, erst am nächsten Tag zu buchen.

Start

Die Entscheidung wird uns dann abgenommen. In Ilulissat ist schon gestern Abend kurz der Strom ausgefallen und in der Nacht wieder.

 

Zum Frühstück müssen wir durch den Büroeingang, weil die Rolläden zum Speisesaal nicht hochgefahren werden können. Es gibt nur kalte Speisen und keinen Kaffee.

 

Im Büro des Touranbieters funktioniert auch kein Computer. Alternative Buchungsmethoden gibt es nicht. Wir können nicht mit dem Boot fahren.

Also Regensachen anziehen, das große Gepäck im Hotel einlagern und mit Tagesrucksack losgehen. Der orange markierte Weg nach Oqaatsut beginnt ein Stück vor dem Flughafen.

 

Ich habe mir wegen meiner lädierten Knie extra Wanderstöcke nur für diese Tour zugelegt und baue sie am Startpunkt zusammen. Eigentlich läuft es sich ganz gut damit, doch nicht mit dem Regenponcho. Wenn ich die Hände rausnehme, werden sie kalt. Bleiben sie unter dem Poncho, läuft es sich nicht. Ich packe sie wieder ein.

Neuer Flughafen

Wir müssen komplett am neuen Flughafen vorbei, der am 29.10.2026 eröffnet werden soll. Es ist quasi fünf vor zwölf, um Ilulissat noch einmal mit nicht so vielen Touristen zu erleben. Das wird sich schlagartig ändern, wenn große Maschinen hier landen können.

 

Bis zum neuen Tower sind wir 7 km (knapp ein Drittel der Gesamtstrecke) gelaufen. Hier merke ich, dass mein Poncho den Regen durchlässt. Meine Jacke ist pitschnass. Ich entscheide, trotzdem weiterzugehen.

Neuer Tower

Damals, als wir schon einmal nach Oqaatsut gewandert sind, war die Strecke noch nicht markiert und wir haben viel Zeit mit der Wegsuche verbracht. Bei dem Wetter heute sind wir froh über die gut sichtbaren Markierungen und den teilweise ausgetretenen Pfad. Es regnet die ganze Zeit und ist noch dazu sehr windig, Wir machen nur kurze Trinkpausen, essen nichts und setzen uns auch nirgendwo hin, um mal auszuruhen.

Abenteuerliche Rampe

Glitschige Steine

Den neu errichteten Bretterrampen fehlen noch ein paar Antitutschlatten. Wir haben Glück, dass die Sohlen darauf halten. Stellenweise müssen wir über große glatt geschliffene Steinflächen laufen, die bei dem Regen ebenfalls rutschig sind. Den beschwerlichen Abstieg mit leichten Klettereinlagen hatten wir auch nicht mehr in Erinnerung. Danach ging es noch ein paar Kilometer weiter obwohl wir dachten, dass wir fast da wären.

Man darf keinesfalls darüber nachdenken, was wäre, wenn sich einer von uns verletzt. Es gibt unterwegs keine Zuflucht und mit den nassen Klamotten friert man sehr schnell. Ein Handynetz ist nicht verfügbar.

 

Zum Glück geht alles gut und nach 23 km und 6 Stunden Wandern erreichen wir das H8 in Oqaatsut. Wir freuen uns auf ein einfach ausgestattetes und warmes Zimmer, in dem wir unsere nassen Sachen trocknen können.

 

Was dann kommt schockiert uns erstmal!

Endlich am  Ziel

GPS-Track

Schuhe trocknen

Wir werden in eine Hütte neben dem Restaurant geführt. Die sieht aus wie eine Abstellkammer. Mitten im Raum läuft ein Heizlüfter, gefühlt ist es kalt. Die nette Angestellte hat schon Mitleid und bietet uns zusätzlich zur Decke einen Sclafsack an.

 

Wir wollen eigentlich nur die nassen Klamotten ausziehen und uns hinsetzen, irgendwie ankommen und es uns trotz allem gemütlich machen.

 

Zuallererst müssen die klatschnassen Schuhe vor den Heizlüfter. Wir haben keine anderen mit.

Beim Ausziehen der Regenhosen folgt der nächste Schock. Die weiße Gummierung hat sich abgelöst und die Wanderhosen versaut. Ob wir das jemals wieder abbekommen?

Trockene Sachen haben wir nicht viele dabei, eine Jogginghose und ein T-Shirt. Die heiß ersehnten Daunenjacken fehlen. Die müssen wir wohl beide aus Versehen ins Hauptgepäck gesteckt haben.

 

Uwe findet noch einen Radiator in der Ecke und schließt ihn an. Nacheinander werden die Sachen darauf getrocknet.

 

Wir essen ein paar Brötchen vom Frühstücksbuffett und schon ist das Kaloriendefizit aufgefüllt.

Beschichtung von den Regensachen

Gegen 18 Uhr gibt es Abendessen im Restaurant. Das superzarte Moschusochsenfleisch auf Gemüsepürree mit Beilage und gerösteten Kartoffeln ist sehr schmackhaft. Dazu genehmigen wir uns ein mit Krähenbeeren nach IPA-Art gebrautes Fassbier. Anschließend geht es uns wieder gut.

Restaurant

Moschusochse

Nach dem Essen wird die Rumpelkammer noch ein bisschen aufgeräumt und der mitgebrachte spanische Siglo Wein entkorkt. Dann genießen wir den restlichen Abend nach unserem heutigen Grönlandabenteuer. Wir stoßen darauf an, dass wir noch so fit sind, diese lange Strecke ohne Pause in einer guten Zeit laufen zu können.

Gemütlich

Dachboden

Die Nacht auf dem Dachboden ist sehr ruhig und mächtig warm. Die beiden Heizer leisten ganze Arbeit. Die Wanderschuhe sind am Morgen trocken. Das Frühstück wird im Zimmer serviert. Geschirr und Wurstauswahl sind identisch mit dem Hotel. Kein Wunder, das H8 wird auch von Albatros Arctic Circle betrieben.

Frühstück

Das Mädel, welches uns Frühstück gebracht hat, will uns eine Wanderung empfehlen, aber uns tun noch die Beine von gestern weh. Eine Erkundungstour rund um den kleinen Ort reicht vollkommen.

 

Wir möchten die Stelle sehen, wo vor fünf Tagen ein Finnwal geschlachtet wurde. Reisende, die wir in Kangerlussuaq getroffen haben, hatten uns ein Video von dem halb zerlegten Wal und den Fleischstücken drumherum gezeigt.

 

Leider war nicht mal mehr das Skelett zu sehen.

Unterkunft im H8

Walschlachtplatz

Von der geschützten Bucht geht es über die Felsen nach oben, wo der Blick über mächtige Eisberge schweift.

Eisberge

Draußen in der Disco Bucht treiben noch höhere Eisberge herum. Allerdings zu weit weg, um sie scharf zu fotografieren. Der Größenvergleich mit den Booten ist trotzdem beachtlich!

Draußen in der Disco Bucht

Die Bilder von der seit Jahren nicht funktionierenden Müllverbrennungsanlage und dem Müllplatz drumherum wollen wir nicht auf der Website veröffentlichen, so traurig es ist. Lieber zeigen wir die Ansammlung hübscher bunter Holzhäuser. Sie sind sehr einfach gebaut und halten den harschen Bedingungen stand.

Blick über Oqaatsut

Rotes Haus

Grünes Haus

Das blaue Haus

An der Küste beim blauen Haus steht eine Bank, wo wir einige Zeit sitzen und auf's Meer hinaus schauen.

Bank an der Küste

Wären wir nur wenige Minuten länger geblieben, hätten wir die vorbeiziehenden Buckelwale aus nächster Nähe sehen können. So mussten wir sie mit der Kamera ranzommen. Obwohl wir schon mehrfach Wale beobachtet haben, ist es immer wieder ein Gänsehautmoment, das Blasen zu hören und die abtauchenden Fluken zu sehen.

Walschule

Buckelwale

Fluke

Fluken

Wal mit Boot

Auf dem Rundgang kommen 8 km zusammen. Danach müssen wir uns erstmal stärken. Da es am Abend wieder das gleiche Menü gibt wie gestern, gehen wir heute mal zum Lunch ins Restaurant. Auf der kalten Platte liegen Lachs aus Sisimut, Heilbutt und Krabben aus der Nähe von Oqaatsut, Moschusochsenfleisch aus Kangerlussuaq und Lammfleisch aus dem Süden Grönlands. Mit frischem Brot und sahniger Butter schmeckt es vorzüglich. Die Cola wird mit Gletschereis serviert, so wie es damals schon die Thüringer Uta und Ingo gemacht haben.

Blick zum Hafen

Lunchplatte

Am Nachmittag ist es richtig warm in der Sonne, der Wind hat sich gelegt. Wir trinken am Picknicktisch vor dem H8 Kaffee und beobachten die Fütterung der Schlittenhunde direkt gegenüber.

Fisch für alle

Zunächst wird eine ganze Schubkarre voll Fisch aus einem Boot ausgeladen. Die Welpen, die frei im Ort herumlaufen dürfen, bekommen dabei ein paar kleine Fische zugeworfen.

 

Dann sind die angeketteten erwachsenen Hunde dran. Die beiden Frauen achten darauf, dass jeder seine Portion abbekommt.

 

Sehr schnell lässt das Gejaule nach. Alle dösen wieder zufrieden vor sich hin und warten auf den Winter.

Lecker

Schlittenhund

WElpe

Welpe

Ilulissat 3.-5.9.2026

Am Abend vor der Weiterreise werden wir von Air Greenland informiert, dass unser Flug gecancelt ist und wir auf einen anderen umgebucht wurden. Die Dash-8 kommt etwas verspätet an. Es ist noch immer so, dass auf Inlandsflügen keine Sicherheitskontrolle durchgeführt wird. Wir gehen einfach auf das Rollfeld und steigen ein, wie in einen Bus. Toll, dass bewährte Dinge nicht geändert werden, auch wenn die Welt verrückt spielt!

Auf dem Rollfeld

Der Flug dauert nur 45 Minuten. Beim Start ist es wolkig, doch je näher wir zur Wesküste kommen, desto mehr reißt der Himmel auf.

 

Unter uns zieht die felsige seenreiche Landschaft Grönlands vorbei. Spannend wird es, als wir den Eisfjord überfliegen.

 

Wir haben nicht damit gerechnet, dass um die Zeit des Jahres noch so viele riesige Eisberge im Fjord liegen und im Meer herumtreiben.

Über dem Eisfjord

Auch in Ilulissat spazieren wir vom Rollfeld zum Flughafengebäude. Das Gepäck der 29 Passagiere ist schnell ausgeladen und der Hotelshuttle steht bereit, allerdings muss er erst eine große Gruppe Asiaten zu ihrem Hotel bringen. Ein weiterer Bus kommt ein paar Minuten später.

Ilulissat

Unser Zimmer ist noch nicht fertig. Wir stellen die großen Rucksäcke im Gepäckraum ab und machen uns auf den Weg zum Eisfjord. Er ist der Hauptgrund, warum wir unbedingt mal wieder nach Grönland reisen wollten.

Eisfjord

Die unvorstellbaren Eismengen stammen direkt vom Inlandeis. Einer der produktivsten Gletscher der Erde, der Sermeq Kujalleq (Jakobshavn Isbræ), bewegt sich ca. 40 m pro Tag und kalbt die Eisberge in den Fjord.

Eisberg

Eisberg

Eisberge

Diese treiben jedoch nicht gleich ins offene Meer. An der Mündung des Fjords zur Diskobucht liegt ca. 250 m unter Wasser eine Barriere, die die Eisberge festhält. Erst wenn der Druck aus dem Fjord zu groß wird oder das Eis abschmilzt, brechen sie durch und driften dann auf das Meer hinaus. Das Ganze ist ein gigantisches Schauspiel, bei dem wir stundenlang zusehen können.

Eisfjord

Gegen 15:30 Uhr sind wir wieder in der Stadt und bekommen nun unsere Zimmerschlüssel im Hotel "Hvide Falk". Es wurde 1970 gebaut und gilt als das älteste und erste moderne Touristenhotel der Stadt.

Hotel

Zimmer

Unser Zimmer liegt auf der Meerseite und ist recht geschmackvoll eingerichtet. Eigentlich könnte man den ganzen Tag am Fenster sitzen und auf das mit Eisbergen übersäte Meer hinaus blicken.

 

Wir haben aber Hunger und gehen nochmal in die Stadt. Gern hätten wir auch direkt im Hotel am Grönländischen Buffett gegessen, doch das war bereits ausgebucht.

 

Wal- und Rentiersteak im "Inuit Café" schmecken auch lecker. Über den Preis reden wir nicht ;-)

Walsteak

Ein Highlight ist der Sonnenuntergang von unserem Hotelbalkon. Die Dämmerung hält danach noch ewig an.

Sonnenuntergang vom Balkon

Das schöne Wetter hält an. Wir wollen nochmal zum Eisfjord, doch zunächst wird ausgiebig gefrühstückt. Das Buffett bietet alles, was das Herz begehrt. Um nicht so schnell wieder Hunger zu haben, müssen wir uns etwas umstellen und kräftig frühstücken. Normalerweise gibt es nur Marmeladenbrötchen und Joghurt. Am Buffett treffen wir erneut die nette Inderin, die auf dem Hinflug neben Uwe saß. Die Wiedersehensfreude ist groß.

Wohnblocks

Vorbei an den Wohnblocks geht es zu den Schlittenhundeplätzen hinauf. Die kräftigen Grönlandhunde erinnern uns an die Hundeschlittentour in Finnland. Sie langweilen sich, sehen jedoch gut genährt aus, was bei unseren ersten Reisen nicht der Fall war. Damals wurden sie erst kurz vor dem Winter ordentlich gefüttert.

Jaul

Schlitten

Schlitten

Hund im Gras

Wenn man früher in Ilulissat zelten wollte, musst man zuerst an der Klinik für Suchtkranke vorbei und dann an den jaulenden Schlittenhunden. Dahinter, ganz am Ortsrand, war der Campingplatz. Es gab nur einen Container als Aufenthaltsraum zum Kochen, sonst nichts. Wir konnten im Ort in der Sporthalle duschen. Ob das noch immer möglich wäre? Wildcampen ist in Grönland jedenfalls weiterhin erlaubt.

Visitor Center

Dort wo heute das Visitor Center der UNESCO Welterbenstätte "Ilulissat Kangia" steht, war der Campingplatz.

 

Kreuzfahrttouristen, die Eintritt für einen Holzsteg zum Eisjord zahlen, sind offenbar lukrativere Gäste als Wanderer mit Zelt. Was soll's, wir sind diesmal Hoteltouristen und nutzen die Wanderwege in der Natur, die nix kosten.

 

In der Ferne liegt der Friedhof. In der Kultur der Inuit sollen die Toten eine schöne Aussicht haben.

Friedhof

Eismassen

Krähenbeeren

Wir wandern auf dem rot markierten Weg zum Fjord. Schon bald rücken die Eismassen wieder ins Blickfeld und bilden mit dem Blaubeerlaub einen tollen Kontrast.

 

Gestern haben wir eine Frau Krähenbeeren ernten sehen. Die schmecken etwas herb, aber lecker. Schade, dass wir keine Möglichkeit haben, sie zu verarbeiten. In solchen Situationen vermissen wir immer unseren Campinggaskocher. Bei den vielen Ortswechseln per Flugzeug hätte es jedoch keinen Sinn gemacht, einen mitzunehmen.

Eisberge

Eisberg

Heute ist es windiger als gestern. Nach einem kurzen Picknick am Eisfjord wird es kühl. Wir machen uns auf den Rückweg. Am Strand stehen Schilder, dass man nicht bis zum Wasser runtergehen soll, weil Tsunamiwellen von kalbenden Eisbergen gefährlich sind. Das kommt wohl vor, wie man auf dem rechten Foto gut sehen kann. Wir haben den Eindruck, dass der Fjord im Herbst langsam wieder einfriert.

Eisberg

Strand mit Eisbrocken

Einfjord

Bei unseren Campingreisen nach Grönland haben wir immer gedacht, dass wir nie in den luxuriösen Hotels am Meer übernachten würden. Nun wohnen wir in einem solchen und genießen vor allem den traumhaften Ausblick. Eisberge treiben vorbei, Zwergwale sind zu beobachten, Schiffe fahren zum Hafen. Was geht es uns gut!

Zwergwale

Eisberg mit Schiff

Zum Abendessen haben wir heute einen Tisch in unserem Hotelrestaurant reserviert. Es ist sehr beliebt und meist ausgebucht. Wir entscheiden uns für Cheesburger vom Moschusochsen, mmh.

Moschusochsenburger

Kangerlussuaq 1.-3.9.2026

Die Nacht verlief nicht so ruhig wie erhofft. Unsere Zimmernachbarn haben lange gequatscht und sind gegen 5 Uhr schon wieder aufgestanden. Warum müssen Hotels immer so hellhörig sein? Wir hätten eigentlich bis 6 Uhr schlafen können, waren jedoch schon vorher wach.

 

Nachdem der ganze Check-In Prozess und die Sicherheitskontrolle gestern so viel Zeit in Anspruch genommen hat, wollen wir heute wieder früh am Flughafen sein. Der Schalter von Air Greenland ist schon geöffnet. Wir checken ganz normal ein (so altmodisch wie früher :-) und bekommen Bordkarten aus Papier, super!

 

Bei der Sicherheitskontrolle ist viel los, doch sie geht relativ schnell. Nicht jeder muss, wie in Düsseldorf, durch den Körperscanner, das gefällt uns. Nur mein kleiner Rucksack wird wieder rausgeholt, während der von Uwe durchgeht. Den Apfel haben wir inzwischen gegessen, keine Ahnung, was diesmal das Interesse geweckt hat. Nachdem alle Bilder des Inneren nochmal durchgeschaut wurden, konnte ich ihn wieder nehmen.

Flughafen Kastrup

Duty Free

Zwei Stunden vor Abflug sind wir im Duty Free Bereich und kaufen den leckeren spanischen Cune-Wein, den wir auf früheren Grönlandreisen auch immer von hier mitgenommen haben.

 

Auf dem Rollfeld ist die Hölle los. Die Maschinen starten und landen. Der Flieger von Jet Time im Auftrag von Air Greenland wird schon beladen. Unsere Rucksäcke sind auf den Gepäckwagen zu sehen. Das Bording beginnt relativ pünktlich. Trotzdem heben wir etwa eine halbe Stunde später als geplant ab. Irgendwas Schweres wird noch eingeladen, bevor es losgehen kann.

Ganzschönes Gewusel

Im Flugzeug

Diesmal müssen wir nicht mit Restplätzen vorlieb nehmen, die keiner kostenpflichtig gebucht hat. Wir sitzen nebeneinander, so wie es sich gehört, und haben auch einen Fensterplatz.

 

Mit der Frau aus einer indischen Reisegruppe, die neben Uwe sitzt, unterhalten wir uns sehr nett und tauschen einen Teil des Bordmenüs untereinander.

 

Schön, dass der Dumont-Reiseführer Grönland von unserem Reisebüro noch kurz vor knapp angekommen ist, so kann ich während des Fluges drin stöbern.

Die Route führt ohne Zwischenstopp über Island nach Ostgrönland und über das Inlandseis auf die Westseite. Immer wieder können wir Blicke auf das Festland und zum Eis erhaschen, doch zeitweise ist es auch wolkig. Nach 4,5 Stunden landet die Boing 737-800 bei bestem Wetter in Kangelussuaq.

Seen auf dm Inlandeis

Landung

Das Ausladen des Gepäcks dauert lange, weil alles auf den Wagen bleibt, bis die Maschine für den Rückflug nach Kopenhagen beladen ist. Wir nutzen die Zeit, um beim Veranstalter nachzufragen, wann und wie der Transfer zum "Old Camp", welches 2 km ausserhalb vom Ort liegt, stattfindet.

 

Die sehr gut Deutsch sprechende Dänin hat ein Upgrade für uns vorgesehen, nicht in der Qualität des Zimmers, aber in der Lage. Wir werden in der "Polar Lodge" untergebracht, die sich gleich neben dem Flughafen befindet. Uns soll's recht sein, dann brauchen wir nicht so weit zu den Restaurants und dem Supermarkt laufen.

 

Das einfach ausgestattete Zimmer mit sehr sauberer Etagendusche gefällt uns gut und was positiv gegenüber den meisten Hotels auffällt ist, dass es am Tisch zwei Stühle für uns gibt.

Polar Lodge

Zimmer

Kangerlussuaq ist eine alte US-Militärbasis in dementsprechendem Baustil. Die meisten Gebäude sind schlichte Baracken. Wir machen einen Spaziergang durch den rund um den Flughafen herum angelegten Ort mit ca. 400 Einwohnern. Gegenüber unserem letzten Aufenthalt hat sich nicht viel verändert.

Alte US Mitärbasis

Wollgras

Kunst

Baracken

Die Natur wirkt bereits herbstlich, obwohl es in der Sonne noch sehr warm ist. Wir laufen erstmal runter zur Brücke über den Qinnguata Kuussua (Großer Fluss am Fjordkopf) und plötzlich werden viele Erinnerungen an unsere erste Reise wach, wo wir hier in der Gegend einige Kilometer gewandert sind. So beschwerlich wie die Anreise im Vergleich zu einer Wohnmobiltour war, so glücklich sind wir nun, dass wir es gemacht haben.

Brücke

Fröhliche Reisende

Sedimente und Auswaschungen

Die Pflanzen zeigen sich in ihren schönsten Farben, die Luft ist extrem klar, wir genießen es einfach nur.

Arktisches Weidenröschen

Kettenfahzeug

Feuerwehr

Schöns Gras

Abendessen

Vor dem Spaziergang waren wir im Supermarkt einkaufen: 1 Packung mit vier kleinen Eistüten, 4 Dosen Bier, 1 Liter Bio-Apfelsaft und 2 Portionen sehr leckeres Sushi von Royal Greenland.

 

Das Ganze für knapp 48 €, so viel zu den Preisen in Grönland!

 

Dafür gab es eine Telefonkarte kostenlos dazu, deren Aktivierung uns bisher noch nicht gelungen ist.

Ausflug zum Inlandeis 2.9.2026

Im Juni 2002 sind wir mit der kompletten Zeltausrüstung 25 km von Kangerlussuaq bis zum Russel-Gletscher gewandert und haben dort zwei Nächte gecampt. Die Tour war extrem anstrengend, aber auch wunderschön.

 

Diesmal buchen wir für ca. 100 € pro Person die bequeme Fahrt im geländegängigen LKW. Dabei geht es noch ein ganzes Stück weiter bis zum "Point 660" direkt am Inlandeis. Einziger Wermutstropfen: wir sind nicht allein, sondern 28 Leute. Das ist einfach nicht unsere Art zu reisen und wird es auch nicht werden, wie wir heute wieder feststellen mussten.

Flugzeugwrack

Unterwegs hält der Bus bei Überresten von drei Flugzeugwracks. Diese stammen von Trainigsjets der US Air Force, die am 8.12.1968 von Neufundland nach Island fliegen wollten. Sie kamen in der Nähe von Kangerlussuaq in schlechtes Wetter und suchten nach einem Landeplatz bis sie keinen Treibstoff mehr hatten. Die vier Crew-Mitglieder konnten sich über die Schleudersitze retten bevor die Flugzeuge in den Bergen zerschellten.

Rentiere

Schneehase

Auf der Fahrt sind auch einige Tiere zu sehen. Gelegentlich wird für Fotostopps angehalten, doch wenn viele Leute aus dem Bus austeigen, sind die Rentiere und Hasen schnell verschwunden.

Gletscher in Sicht

Nach etwa 2 Stunden erscheinen die ersten Gletscher am Horizont. Das bunt gefärbte Herbstlaub bildet einen schönen Kontrast zum weißblauen Eis. Zuerst erreichen wir den Russel-Gletscher. Auch wenn er sich in den vielen Jahren verändert hat, erkennen wir den ungefähren Platz wieder, wo wir damals gezeltet haben. Gern erinnern wir uns die abenteuerlichen Tage hier in der Einsamkeit.

Ontraste

Eiswände

Nach einer weiteren Stunde erreicht der Bus den Parkplatz, von dem die einfache Begehung des Inlandeises möglich ist. Wie zu erwarten, sind bereits weitere Busse vor Ort, die andere Touren unternommen haben.

Parkplatz

Unser Fahrer und Guide Kjell führt die Gruppe über einen ausgetretenen Moränenpfad auf das Eis. Besondere Ausrüstung ist nach Angabe des Veranstalters nicht erforderlich. Wir sind trotzdem froh, wie auch einige andere Teilnehmer, die Spikes mitgenommen zu haben. Stellenweise wird es doch ganz schön rutschig.

Auf dem Inlandseis

Selfie

Da die Zeit bereits fortgeschritten ist, drückt Kjell auf die Tube. Andere Gruppen sind weit auf das Eis hinauf gestiegen. Wir dagegen kommen kaum vom grauen Geröllrand weg.

 

Eigentlich war eine halbe Stunde Verweilen auf dem Eis vorgesehen, doch daraus wird nichts. Nach ein paar Fotos geht es zügig zurück.

 

Schade, wir hätten gern gewartet, bis die Sonne richtig scheint und den Copter in der interessanten Landschaft filmen lassen.

Als wir kurz vor der Abfahrt in den Bus einsteigen, sitzen zwei Damen auf unseren Plätzen, die heute Morgen hinterhergebracht wurden, weil sie zu spät am Treffpunkt waren. Lediglich auf der Rückbank sind noch zwei Sitze frei, die jedoch durch Rucksäcke von anderen blockiert sind. Wir räumen sie in die Gepäckablage und schwören uns, nie wieder solche Gruppentouren zu buchen.

Schneehühner

Rentier

Weitere Tiersichtungen lassen die Aufregung schnell vergessen. Auch der letzte Stopp für den Blick auf die umliegenden Gletscher bei Kaffee und Keksen gefällt uns.

Letzter Blick zum Eis

Damals sind die Moschusochsen zahlreich im Tal herumgelaufen. Wir mussten sogar Umwege in Kauf nehmen, weil sie mitten auf der Piste standen.

 

Durch den inzwischen relativ starken Verkehr von ATVs, Geländewagen und Touribussen haben sie sich wohl weiter zurückgezogen und sind nun fast nur noch aus großer Entfernung zu sehen.

 

Kurz vor dem Ort stehen einige unten am Fluss, doch es ist schon 1 Stunde später als geplant, so dass nur kurz angehalten wird, aber niemand aussteigen kann.

Moschusochse

Moschusochsen

Aufgrund der Länge der Strecke bereuen wir nicht, die Tour mit dem Bus gemacht zu haben. Landschaftlich ist es nach wie vor sehr reizvoll, nur leider bleibt wenig Zeit, um die Ausblicke zu genießen. Schöner wäre es gewesen, die Zeltausrüstung dabei zu haben und am Eis in aller Ruhe allein zu übernachten, doch das geht diesmal nicht.

Route

Kopenhagen 31.8.-1.9.2026

Seit 9 Jahren haben wir keine große Flugrundreise mehr unternommen und somit etwas aufgeregt vor dem Start.

 

Um 10 Uhr fährt der Bus nach Hamm. Der Regio bringt uns zum Flughafen Düsseldorf. Zum Glück ist der Bus pünktlich, denn der etwas spätere Regio fällt wegen Personalmangel aus.

 

Ca. 2,5 Stunden vor Ablug kommen wir im Check-In Bereich. an. Mit Verspätung wäre es knapp geworden.

Start in Werne Stockum

Die Schalter von SAS sind noch geschlossen, aber wir sehen auf dem Handy eine SMS, die uns auffordert einzuchecken. Mit ein paar Klicks erscheinen die Bordkarten im Browser. Nun können wir den QR-Code scannen und am Automaten die Gepäcklabel ausdrucken. Der Kunde macht ja neuerdings alles selber.

 

Freudestrahlend wollen wir die Rucksäcke beim Sperrgepäck abgeben, doch das funktioniert nicht. Der nette Mitarbeiter teilt uns mit, dass unser Gepäck erst am Schalter überprüft werden muss. Wozu dann der ganze elektronische Kram? Hätten wir auch gleich warten können, bis die Schalter öffnen.

Flughafen Düsseldorf

Die Sicherheitskontrolle dauert relativ lang. Kein Wunder dass man nicht mehr wie früher 2, sondern nun 3 Stunden vor Ablug da sein soll. Mein Handgepäck wird durchsucht. Ein Apfel erregt die Aufmerksamkeit. Uwe hat auch einen im Rucksack, aber der geht einfach durch, soviel dazu ....

 

Eine knappe Stunde vor Abflug erreichen wir das Gate und haben noch einem Moment, um nach Ewigkeiten mal wieder ein Altbier zu trinken. Als die Boardingzeit heranrückt, wird bekanntgegeben, dass unser Flugzeug verspätet ankommt. Letztendlich startet es fast 2 Stunden später als geplant. Immerhin sehen wir wie die Rucksäcke in den Bauch rollen, die sind also mit dabei.

Endlich einsteigen

Die Rucksäcke sind auch drin

Da wir keine kostenpflichtigen Plätze buchen wollten, sitzen wir hintereinander am Gang. Mein Nachbar ist sehr nervös und kann keine 5 Minuten stillsitzen. Kaum dass wir gestartet sind, muss er schon zum Klo. Ich nutze die Gelegenheit für ein Foto über den Wolken. Uwe hat mehr Glück sein Nachbar schläft.

Über den Wolken

Die Gepäckausgabe geht schnell. Es gelingt uns, dem Automaten ein Bahnticket zu entlocken und wir finden den geänderten Bahnsteig für unseren Zug.

 

Die Fahrt dauert nur eine Station bis Tårnby. Es ist 19 Uhr durch und keiner von uns hat mehr Lust zu einem Restaurant zu laufen.

 

Da kommt uns der Netto neben dem Bahnhof gerade recht. Uwe kauft für Abendbrot und Frühstück ein während ich beim Gepäck bleibe.

Mit der Bahn zum Hotel

Netto

Abendessen und Frühstück

Bis zum Hotel sind es nur noch wenige Schritte. Unser Zimmer liegt im Innenhof, es könnte eine ruhige kurze Nacht werden. Wir fragen uns: Warum gibt es in Doppelzimmern eigentlich häufig nur einen Stuhl?

Hotel

Zimmer

Vorwort:

Im Juni/Juli 2002 waren wir zum ersten Mal mit Rucksack und Zelt in Grönland. Auf vielen Wanderungen hat uns die sehr urprüngliche Landschaft in ihren Bann gezogen. Im Juni 2008 sind wir erneut zurückgekehrt, um das Land auch vom Wasser aus zu erkunden. Tagestouren mit dem Kajak von Aasiaat aus waren ein großartiges Training für die anschließende zweiwöchige Kajakexpedition zum Inlandeis auf eigene Faust.

 

Wandern 2002Juni/Juli 2002         Grönland 2008 Juni 2008

 

Von unserem ersten zum zweiten Besuch hat sich bereits viel verändert. Inzwischen sind weitere 18 Jahre ins Land gegangen. Es gibt Instagram und Co, derTourismus hat enorm zugenommen. Trotzdem zieht es uns noch einmal nach Grönland. Diesmal reisen wir wie noch nie zuvor, kein Camping sondern alle Übernachtungen in Herbergen oder Hotels.

 

Die Reiseplanung haben wir, nach Vorgabe einiger Eckpunkte, dem Veranstalter "Nordwind Reisen" überlassen. Das Gepäck steht bereit, am 31.8.2026 geht es los.

Gepäck für 4 Wochen

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