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Rub al-Khali Wüste |
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Freitag, 2.12.2016 Gegen 10 Uhr hat uns unser Wüstenguide vom Hotel abgeholt. Zu dem Zeitpunkt wußten wir noch nicht, dass er der Cousin von Mussallem ist. Aubid machte auf den ersten Blick einen symphatischen Eindruck auf uns und wir haben uns auf die Tour mit ihm gefreut. Nach kurzer Absprache, was wir alles mitnehmen sollen und was nicht (z.B. Wanderschuhe) konnten wir losfahren. |
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Nach zwei Zwischenstopps an einer Quelle und bei einer Weihrauchplantage, die wir später beschreiben, haben wir in Thumrayt zum Mittagessen angehalten. Wir wurden an einem sehr guten Indischen Lokal abgesetzt, während Aubid zum Mittagsgebet in die Moschee gegangen ist, das Auto vollgetankt und noch ein paar Einkäufe erledigt hat. |
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Wenige Kilometer hinter der Oase sind die ersten Dünen der Rub al-Khali Wüste aufgetaucht und während Aubid den Reifenluftdruck abgesenkt hat, konnte ich schon mal den Sitzkomfort im weichen Sand ausprobieren. Die Frage, ob wir Stühle benötigen würden, hatten wir schließlich verneint. |
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Samstag, 3.12.2016 Gestern abend konnten wir vom Camp aus einen herrlichen Sonnenuntergang beobachten und mussten heute morgen für den Sonnenaufgang nicht mal das Zelt verlassen. Aubid schien zu spüren, was uns gefällt. |
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Während der Fahrt haben wir Aubid auf unsere Sorge am heutigen Morgen angesprochen, was wir hätten machen sollen, falls er von seinem Spaziergang nicht zurück gekommen wäre. Daraufhin hat er uns verraten, dass in der Mittelkonsole ein Satellitentelefon liegt und auch wo der Autoschlüssel zu finden ist. Uns schien es, als hätte er ebenso großes Vertrauen zu uns wie wir zu ihm. |
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Zur Mittagspause wurde das Auto so positioniert, dass es einen möglichst großen Schatten geworfen hat. Dann haben wir den restlichen Reis mit Hähnchen und Gemüse von gestern Abend aufgewärmt und uns nach dem Essen alle drei ein wenig zur Ruhe gelegt. |
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Irgendwann waren wir soweit in die Dünen vorgedrungen, dass beide nicht mehr so genau wußten, wo sie am besten weiterfahren können. Ali war noch nie in dieser Gegend und Aubid nur sehr selten. Da es ohnehin Zeit war, das Camp zu errichten, haben wir beschlossen, einfach hier zu bleiben. Der kleine Gekko hat unser Treiben über den Dünenkamm argwöhnisch beobachtet und ist dann flugs verschwunden. |
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Unten im Camp hatten Ali und Aubid inzwischen das Abendessen vorbereitet. Ein besonders schönes Ritual fand jeden Abend nach dem Essen statt. Es gab Tee mit frischem Ingwer und anschließend wurde das Licht ausgeschaltet. Dann haben wir es uns mit Decken und Kissen auf dem Teppich bequem gemacht und nach Sternen, Satelliten und Flugzeugen Ausschau gehalten. Es ist unglaublich, wie deutlich die Milchstraße und die viele Sternschnuppen, für die wir gar nicht genug Wünsche hatten, in der klaren Wüstenluft zu sehen sind. Für uns äußerst interessant waren auch die Gespräche, die sich dabei ergeben haben. Wir konnten sehr viel über Gepflogenheiten, Land und Leute erfahren. |
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Sonntag, 4.12.2016 Aubid war auf seinem morgendlichen Spaziergang während Ali Frühstück für uns gemacht hat. Dann sind wir noch weiter in die Dünen hinein gefahren. Aubid hatte den weiteren Weg zu Fuß erkundet und die beiden sind zu Höchstform aufgelaufen als Uwe die Autos von außen gefilmt hat. |
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Ali und Aubid sind wirklich tolle Fahrer, die kein Risiko eingehen. Wir bewundern noch immer, wie elegant sie die Autos vom Dünenkamm haben herunterrutschen lassen, ohne mit der "Schnauze" im Sand steckenzubleiben. Außerdem haben wir gelernt, dass man den weichen Sand nicht immer sehen kann, bevor man drin feststeckt. Die Sandbleche kamen hin und wieder noch zum Einsatz. |
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Mit dem Besuch einer Oase hatten wir gar nicht gerechnet, umso überraschter waren wir als es auch noch einen Pool gab. Aus dem Rohr kam ca. 40°C warmes und schwefelhaltiges Wasser. Die Gelegenheit für ein erfrischendes Bad haben wir uns nicht nehmen lassen, auch wenn unsere Fußsohlen anschließend schwarz von den im Becken abgelagerten Mineralien waren. |
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Aubid hat inzwischen direkt am Wasserschieber geduscht und anschließend unsere Liegeplätze unter dem Schattendach hergerichtet. Zum Mittag gab es wieder das restliche Abendessen von gestern mit frischem Obst und leckeren Datteln als Nachtisch. Nach dem obligatorischen Tee haben wir die gewohnte Mittagsruhe gehalten. |
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Leider konnten wir nicht mehr weiter in die Wüste hinein fahren, da wir morgen auch nach Salalah zurück mussten. Von uns aus hätte die Tour noch ein paar Tage in diesem Rhythmus weitergehen können. |
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Auf dem Rückweg ist Aubid der Schotterpiste gefolgt, über die wir gekommen sind, und hat an einigen interessanten Gipsformationen noch einmal angehalten. Auch vom Wind herrlich geformte Dünen lagen am Wegesrand. |
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In der Ferne konnten wir einige Kamele erkennen, die von reichen Scheichs nur zum Vergnügen gehalten werden. Daran haben wir auch gemerkt, dass die Zivilisation langsam wieder näher kam. |
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Montag, 5.12.2016 Den Sonnenaufgang konnten wir, wie nach der ersten Nacht, direkt aus dem Zelt beobachten und unser Frühstück stand wie gewohnt bereit. Von Aubid war weit und breit nichts zu sehen. |
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Aubid hat es bis zur letzten Minute hinausgezögert, die Wüste wieder zu verlassen. Wir haben gemerkt, wie wohl auch er sich in dieser Umgebung fühlt und wie er es genießt, einfach so dazusitzen und in die Landschaft zu schauen. Wir waren mit ihm völlig auf der gleichen Wellenlänge. |
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Die letzten "Dünengemälde" haben wir förmlich in uns aufgesaugt. Am Horizont war schon eine kleine Siedlung zu erkennen. Es wurde Zeit Abschied von der Wüste zu nehmen. |
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Tipp: In den großen Supermärkten Lulu und Carrefour mit großen Campingabteilungen war keine Schraubkartusche zu finden. Wir haben anschließend noch einige Campingläden abgeklappert, aber alles ohne Erfolg. In einer Geschäftsstraße, wo viele Inder Laden an Laden betreiben, sind wir auf Nachfrage fündig geworden. Leider wissen wir nicht mehr, wie die Straße hieß. |
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