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Skandinavien - Winterreise (Januar 2025)
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Tännäskröket 3.-9.1.2025
In der Nacht hat es geschneit, doch nicht so viel, als dass wir uns Sorgen um die Straßenverhältnisse gemacht hätten. Zum Hochfahren vom Campingplatz bis zur Hauptstraße kommen kurz die Ketten drauf. Anschließend nehmen wir Kurs gen Westen, zurück zur Straße 311. Bis zum Abzweig nach Tännäs sind relativ viele Autos unterwegs gewesen, der Neuschnee ist festgefahren.
Dann wird es heikel. Irgendwie scheint Richtung Funäsfjäll mehr Schnee gefallen zu sein als in Lofsdalen. Es liegen ca. 10 cm auf der Straße und meistens führen nur zwei Reifenspuren hindurch. Ein Schneepflug war noch nicht unterwegs. Uns kommen immer wieder Fahrzeuge entgegen. Viele weichen in den tiefen Schnee aus, um Platz für uns zu machen oder sie halten am Straßenrand an, so dass wir passieren können. Einmal hält Uwe an, um einen PKW von hinten überholen zu lassen. Das Anfahren an der Steigung gestaltet sich danach etwas schwierig, aber er schafft es, ohne dass die Ketten nochmal drauf müssen.
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Hinter uns stübt der Schnee in die Höhe. Das sieht in der Sonne gut aus, doch bei der Ankunft sehen wir, wo sich das weiße Pulver überall abgesetzt hat. In den Verkleidungen sammelt sich immer massig Schnee, den wir sofort rausklopfen müssen, damit nichts vereist. In den Tankdeckel ist er hineingeweht und auch auf der Verkleidung am Heck sowie auf der Trittstufe liegen kleine Scheewehen.
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Wir richten uns auf dem Stellplatz ein und gehen gleich noch zum Skigebiet. Das Wetter ist einfach zu schön.
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Einer der beiden Hügel ist geöffnet. Auf dem Parkplatz stehen relativ viele Autos. Die Pisten sehen gut aus.
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Ein Glück, dass es geschneit hat, der Untergrund besteht auch hier aus hartem und stellenweise vereistem Kunstschnee. Wir genießen die Abfahrten im Nachmittagslicht bis die Sonne am Horizont verschwindet.
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Auf dem Hügel mit dem K2-Lift laufen die Schneekanonen auf Hochtouren. Von weitem sehen die Pisten schon brauchbar aus. Wir werden sehen, ob der Lift dieses Wochenende noch geöffnet wird.
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Allmählich fühlen wir uns im ewigen Sonnenschein auf den Kunstschneepisten schon wie in Südtirol. So stabiles Wetter über einen so langen Zeitraum hatten wir zu dieser Jahreszeit noch auf keiner unserer Winterreisen.
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Am meisten Spaß macht das Skifahren morgens, wenn die Abfahrten frisch präpariert sind. Die Schweden nennen die Rillen der Pistenmaschine "Manchester". Ob die Bezeichnung von den Cordhosen stammt, die heute wieder modern sind? Irgendwie sieht es schon so aus wie der Cordstoff, wunderschön.
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Zwischendurch wärmen wir uns am Feuer, bevor es mittags ins Restaurant Árran geht. Dem Dagenslunch mit einem lokalen Bier der Härjebygg-Brauerei in Tännäs kann man nicht widerstehen.
Nach dem Essen machen wir einen Abstecher zur Toppstuga und dem stillgelegten Sessellift auf der Nordseite. Schade, dass der nicht durch einen neuen ersetzt wird.
Skigebiet Tännäskröket 
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Vorerst letzter Tag mit Sonnenschein, ab morgen soll es länger schneien. Der K2-Lift öffnet nicht, dennoch macht es uns hier, mit nur einem Lift und zwei Abfahrtsvarianten, sehr viel Spaß. Die Mitarbeiterin an der Rezeption freut sich, dass wir den Aufenthalt verlängern und bucht mit einem Grinsen den Scandinavian Skipass für die nächsten drei Tage.
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Am Abend haben wir die Spa-Kota exklusiv für uns reserviert. Der Kamin brennt und die Sauna ist angeheizt als wir kommen. Die Schweden sind fast alle abgereist, jetzt kehrt die übliche Ruhe vom Januar ein.
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In der Nacht fällt die Temperatur auf -20°C. Die Heizung ist versehentlich falsch eingestellt und schwuppdiwupp herrschen im Zwischenboden an der Wasserpumpe -6,5 °C.
Sie friert ein, doch wir merken es wenig später, weil einer auf's Klo muss. Bis zum Morgen ist alles wieder aufgetaut und zum Glück nichts kaputtgegangen.
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Im Skigebiet laufen ununterbrochen die Schneelanzen. Die Verbindung zum K2-Lift ist noch nicht fertig. Mit dem angekündigten Neuschnee soll er vielleicht in Betrieb genommen werden. Die Luft ist nebelig feucht. Wir machen trotzdem ein paar Abfahrten und ziehen uns dann ins gemütliche Wohnmobil zurück.
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Über Nacht schneit es kräftig und der Wind weht stürmisch. Um die 20 cm Neuschnee messen wir am Morgen.
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Die ersten am Lift sind wir nicht, aber fast. Mit einer Handvoll weiterer Skifahrer werden die Hänge zerpflügt, dass es nur so staubt.
Da hat sich das Warten auf den Schnee richtig gelohnt und es schneit noch weiter, wunderbar!
Zum Pausenkaffee spendiert uns der Küchenchef Süßigkeiten. Das Personal ist sichtlich begeistert, dass wir als ausländische Gäste so lange in diesem kleinen Skigebiet verweilen. Uns gefällt es.
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Die große Schneewehe, die der Wind über Nacht abgelagert hat, haben wir heute Morgen bereits gesehen.
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Wegen dem Stromkabel kann der Schneepflug dort nicht durchfahren. Uwe holt den Schneeschieber vom Sanitärgebäude und nimmt sich der Sache an.
Ich koche inzwischen das Mittagessen. Da wir nach dem Frühstück ohne abzuwaschen zum Lift gegangen sind, sieht es chaotisch aus. Trotzdem gelingt es mir, auch noch einen Kuchen zu backen.
Anschließend bewältigen wir wie immer gemeinsam den riesigen Berg aus schmutzigem Geschirr.
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Am letzten Tag in Tännäskröket geht es noch einmal auf die Piste. Wer hätte gedacht, dass wir in diesem kleinen, nur teilweise geöffneten Skigebiet so lange bleiben? Die Einkehr ins Restaurant "Árran" ist ein gebührender Abschluss für die schöne Zeit. Als Dagenslunch gibt es heute Rinderbrust mit Meerrettichsoße.
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Während Uwe sich um Frisch- und Abwasser kümmert, bringe ich den Müll zur Sortierstation und mache noch einen kleinen Spaziergang durch das Winterwonderland der Hüttensiedlung. Schön war's in Tännäskröket.
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Svenstavik 9.-10.1.2025
Auch wenn es in der Nacht wieder etwas geschneit hat und verlockend wäre, länger in Tännäskröket zu bleiben, wollen wir uns langsam weiter nach Norden bewegen.
Die Straßenverhältnisse wechseln von eisglatt über festgefahrenen Schnee bis hin zu Spurrillen aus trockenem Asphalt im Schnee. Fahrer und Reifen meistern die schwierigen Bedingungen hervorragend, so dass auch die Beifahrerin recht entspannt bleibt.
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In Vemdalen kommt kurz die Sonne raus, ansonsten ist der Himmel bedeckt, teilweise wabert Nebel herum.
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Am Skicenter in Åsarna halten wir kurz an, um uns das neue Outlet für Sportbekleidung anzuschauen. Das alte ist vor zwei Jahren abgebrannt.
Das Ambiente im Restaurant gefällt uns sehr gut. Für 125 Kronen (ca. 11 €) gibt es hier ein täglich wechselndes Buffet mit frischem Salat und Brot sowie vier leckeren Hauptgerichten. Ein Softgetränk und Kaffee gehören selbstverständlich auch dazu.
Nach dem Essen noch schnell tanken und dann weiter zum Wohnmobilstellplatz in Svenstavik.
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Gleich gegenüber liegt ein Supermarkt, wo wir dringend mal wieder einen Großeinkauf machen müssen. Auch das Systembolaget (der staatliche Alkoholladen) wird noch besucht, um ein paar Flaschen Bier und Wein zu bunkern. An den kommenden Reisezielen gibt es keine Möglichkeit, alkoholische Getränke einzukaufen.
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Trillevallen 10.-12.1.2025
In den nächsten Tagen steht uns kein Landstrom zur Verfügung, wir müssen frei stehen. Deshalb werden morgens noch die dick zugefrorenen Scheiben im Schlafbereich mit Hilfe eines Heizlüfters abgetaut. Das Eis bildet sich hinter der Wandisolierung und muss von Zeit zu Zeit entfernt werden.
Gegen 10:30 Uhr starten wir und erfreuen uns an der tiefverschneiten Landschaft im Sonnenschein. Die Straßen sind relativ frei und gut zu fahren.
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Auf vergangenen Wintertouren sind wir oft nach Höglekardalen abgebogen. Diesmal lassen wir dieses Reiseziel vorerst aus, weil ein extremer Wetterumschwung angekündigt ist, den wir nicht dort verbringen möchten.
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Kurz vor dem Skigebiet in Trillevallen bestehe ich darauf, die Schneeketten zu montieren. Uwe wäre die letzten 3 km ohne sie weitergefahren. Später muss er zugeben, dass wir den steilen Anstieg zum Parkplatz so nicht geschafft hätten.
Im Skigebiet sieht es gut aus, als wir nach 122 km und 2,5 Stunden endlich da sind. Die Fahrerei dauert immer verdammt lange.
Wir essen eine Kleinigkeit, lassen den Scandinavian Skipass buchen und gehen noch kurz auf die Piste.
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Bei Facebook wurde angekündigt, dass die Fjällrettung in Trillevallen übt, hier ist die gesammte Mannschaft.
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Der Sessellift läuft bis 15 Uhr, der Schlepper bis 16 Uhr, bleiben uns also zwei Stunden Skivergnügen. Die Anzeigetafel an der Bergstation macht wohl Scherze. Sind wir hier im kalten Winter oder in der Sauna?
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Ab 15 Uhr wird die Sicht in der Dämmerung schlecht, so dass wir lieber nur noch ein paar Schwünge auf dem Flutlichthang machen. Morgen ist ja auch noch ein Tag ...
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Na, wer sagt's denn! Morgens noch Nebel, dann perfektes Bergwetter. Die Landschaft in ihrem Winterkleid ist ein Traum. Wir können uns gar nicht entscheiden, wo wir zuerst fahren sollen. Piste oder Gelände?
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Vor ein paar Tagen habe ich eine Halterung für die Actioncam montiert. Nun bin ich die Kamerafrau, weil Uwe keinen Helm trägt. Eigentlich wollte ich das gar nicht, aber die Aufnahmen sind doch ganz schön und man filmt öfter, als wenn man die Kamera erst aus dem Rucksack holen muss. Es geht zunächst ins Gelände.
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Oben hält sich der Nebel hatnäckig. Zusammen mit der Sonne entsteht eine mystische Stimmung. Wir mögen das sehr!
Die meiste Zeit sind wir im Wald unterwegs. Es gibt zwar schon viele Spuren, dennoch macht es großen Spaß, zwischen den Bäumen durch den Pulverschnee zu gleiten. In Trillevallen kann man fast überall im Gelände fahren, die Neigung ist ideal und es gibt kaum gefährliche Stellen. Am Ende gelangt man immer wieder auf eine Piste oder Loipe, die zum Skilift zurückführt.
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Neben der Schleppliftspur entdecken wir einen frischen Birkenporling, den Uwe später in Alkohol einlegt, um sein Gesundheitsextrakt herzustellen, was gegen alle möglichen Gebrechen helfen soll.
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Gegen Mittag meldet sich Ivo, der Gründer des Scandinavian Skipass, dass er auch in Trillevallen ist. Wir verabreden uns im Restaurant und quatschen recht lange.
Er hat ungetönte Magnetgläser für die geschenkten Skibrillen im Auto, die wir ihm sofort abkaufen. Die dunklen Originalgläser funktionieren nur bei Sonnenschein. Nun sind wir perfekt ausgestattet.
Ivo, du bist ein total netter Kerl. Es hat uns sehr gefreut, dich mal persönlich zu treffen.
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Wie gern würden wir noch länger in Trillevallen bleiben, doch nach dem Skifahren müssen wir aufbrechen.
Ab morgen steigen die Temperaturen für mehrere Tage über Null Grad. Es wird stürmischer Wind erwartet und soll zeitweise regnen. Da ist es sicherer, nicht unterwegs zu sein. Also brauchen wir einen Platz in der Nähe eines Supermarktes, wo sich der Wetterumschwung gut aussitzen lässt.
Skigebiet Trillevallen 
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Storlien 12.-19.1.2025

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Im herrlichsten Sonnenschein fahren wir los. Kurz vor dem Bahnübergang in Undersåker überrede ich Uwe nochmal, die Schneeketten anlegen zu dürfen.
Gut, dass ich es gemacht habe. An der nächsten Kreuzung kommen Autos von beiden Seiten. Wir haben keine Vorfahrt, doch Uwe düst weiter, um den Schwung für den steilen Anstieg zu nutzen. Oben ist er dankbar für meine Hartnäckigkeit. Es dauert max. 15 Minuten, die Ketten aufzuziehen und abzunehmen. Man muss doch nichts riskieren, wenn man weiß, dass es schwierig wird!
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Die E14 Richtung Norwegen ist zumindest in den Fahrspuren schneefrei und nur teilweise vereist. Obwohl es recht zügig vorangeht, brauchen wir für die 85 km lange Strecke 2 Stunden. Immerhin erreichen wir Storlien noch vor dem Dunkelwerden. Es liegt gewohnt viel Schnee hier an der Grenze zu Norwegen. Der meiste Niederschlag kommt nun mal von Westen. Schade, dass es nun wärmer wird. Die Schneeberge werden nicht gleich schmelzen, doch die Bäumen verlieren ihr hübsches weißes Kleid.
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Letzte Saison haben wir uns so gefreut, dass Storlien auf dem Parkplatz im Skigebiet einen Stellplatz für Wohnmobile eingerichtet hat. Dieser ist nun leider, zumindest im Winter, wieder Geschichte.
Nach Aussgae des Hochfjällhotels kann nicht sichergestellt werden, dass der ganze Parkplatz bis hinten zu den Steckdosen von Schnee geräumt wird. Schon als wir den Platzplan gesehen haben, war uns klar, dass es sich hier um eine typische Fehlplanung handelt. In der Vergangenheit war er sehr selten komplett geräumt. Immerhin dürfen wir ohne Service auf dem Parkplatz übernachten. Das haben wir früher ja auch so gemacht.
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In der Nacht ziehen Regenschauer durch, morgens ist es stürmisch und die Aussichten verheißen nichts Gutes. Alles richtig gemacht! Wir sind an Ort und Stelle, hier können wir bleiben, bis es wieder besser wird.
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Storlien haben wir absichtlich ausgewählt, um die Schlechtwetterphase auszusitzen, denn hier gibt es ein paar Möglichkeiten, den Lagerkoller zu vermeiden. Bewaffnet mit Regenschirmen spazieren wir in den Ort.
Eine Schwedin im Regenponcho spricht uns an, wir unterhalten uns eine Weile. Später kreuzen sich die Wege noch einmal und man winkt sich zu, das ist doch nett. Möglichst oft versuchen wir, das "Gespräch des Tages" mit fremden Menschen zu führen. Schließlich haben wir keine Arbeitskollegen mehr, mit denen wir etwas Smalltalk halten können.
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Im Scooterverleih wird Trödel verkauft, wir schauen mal rein. Das eine oder andere würde uns sogar gefallen, zum Glück können wir weder mit Swish noch mit Vipps bezahlen. Aber der Einkauf im "Candyland" gehört zum Pflichtprogramm, wenn wir in Storlien sind. Einer der Rucksäcke ist anschließend voller leckerer Süßigkeiten.
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Drei Tage lang regnet es mehr oder weniger. Der arme Moppel, den wir fast zu Hause gelassen hätten, duckt sich unters Wohnmobil und leistet treue Dienste. Uns widerstrebt es, ein paar Meter neben den Steckdosen den Stromgenerator laufen zu lassen.
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Ich kontaktiere nochmals das Hochjällhotel und frage, ob es in Ordnung wäre, wenn wir auf einen der jetzt freigetauten Wohnmobilstellplätze umsetzen. Die Antwort lautet: It's okay, you are more then welcome.
Eine zweite Wohnmobilbesatzung aus Deutschland sitzt den Wetterumschwung ebenfalls auf dem Parkplatz aus. Wir unterhalten uns kurz. Sie haben auch den Scandinavian Skipass und wollen, wie wir, bis zum Frühjahr bleiben, sind aber scheinbar recht unerfahrene Wintercamper. Der Abwasserablauf ist eingefroren und wie man Schneeketten anlegt, wissen sie auch nicht. Wir sind gespannt ob wir sie noch einmal treffen.
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Am vierten Tag kündigt sich ein toller Sonnenaufgang mit Perlmuttwolken an. Na endlich, es wird Zeit!
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Wir lassen den Skipass vorerst nur für einen Tag buchen. Der lange Schlepplift wird extra für uns eingeschalten, als wir am Einstieg ankommen.
Die Lifttrassen sind durchgehend befahrbar, nur an einer Stelle müssen wir einem schmalen Rinnsal ausweichen.
Die Pisten sind gelegentlich von Bächen durchzogen, doch es ist tätsächlich noch genug Schnee übrig zum Skifahren.
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Bei +6°C fühlen wir uns wie auf einer Skitour im Frühling und so ist auch die Konsistenz des Schnees, fast wie Frühjahrsfirn. Gut, dass es nicht friert, denn dann wäre alles Eis und wir könnten nicht Skifahren.
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Im Laufe des Vormittags probieren wir alle offenen und auch ein paar gesperrte Pisten aus. Es fährt sich besser, als wir nach dem Wetter erwartet hätten. An einigen Stellen schaut das Gras raus, da muss man vorsichtig sein, ansonsten rutscht es gut.
Das Restaurant "Rödluvan" wird seit dieser Saison von neuen Pächtern bewirtschaftet. Sie verwickeln uns gleich in ein Gespräch über die Skigebiete in den Alpen, die sie gut kennen. Wir bestellen Fish & Chips und lassen uns dazu ein in Tschechien gebrautes Bier mit tollem Dosendesign schmecken.
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Als wir zum Stellplatz zurückkehren, sind zwei Männer dabei, einem Pistenbully neue Ketten zu verpassen. Sie scherzen darüber, dass der Bully ein deutsches Fabrikat ist, geben aber zu, dass sie sehr zufrieden sind.
Es stellt sich raus, dass einer der beiden auch für den Wohnmobilstellplatz zuständig ist. Er erklärt uns, dass sie daran arbeiten, ihn auch im Winter dauerhaft zur Verfügung zu stellen. Es ginge nicht so schnell, sondern wäre ein Prozess und soll in der nächsten Saison abgeschlossen sein. Hoffentlich hält der Spaßvogel Wort.
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Beim Frühstück ist die Milch im Kaffee geronnen. Richtige Frischmilch, wie es sie in Deutschland kaum noch gibt, hält sich halt nicht so lange. Also müssen wir am Nachmittag noch die gut 2 km bis zum Supermarkt laufen.
Der kleine Bach hinter dem Parkplatz ist zu einem Fluss angeschwollen und bildet dort, wo er unter der Straße herfließt einen richtigen Strudel.
Beim Bahnhof überqueren wir die Gleise über eine spiegelglatt gefrorene Fläche.
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Im Lokschuppen stehen diesmal ein Schienenputzer und allerhand weitere Fahrzeuge, unter anderem auch ein alter Jaguar, der wohl verkauft werden soll. Draußen taut ein Benz frei. Schade um das schöne Auto, aber vielleicht findet sich ja ein Liebhaber, der ihm wieder Leben einhaucht.
Wir bummeln durch die beiden Supermärkte und machen dabei das eine oder andere Schnäppchen. Die losen Süßigkeiten sind immer toll anzusehen, kaufen würden wir sie jedoch nicht. Die Schweden und Norweger lieben diese Goodies-Stände.
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Auf dem Rückweg treffen wir wieder die Frau von letztens im Regen. Nun entwickelt sich schon ein Gespräch wie unter alten Bekannten. Die Schweden sind die herzlichsten und offensten Menschen, die wir kennen. Sie begegenen Fremden ohne Hintergedanken und haben immer ein Lächeln auf den Lippen.
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Traumhaft schönes Morgenrot, doch kein Neuschnee auf den Pisten. Wir wollen nicht noch einmal auf dem "Firn" rumrutschen und packen die Badesachen.
Im Ort wird der nasse Schnee abtransportiert, um Platz für neuen zu machen. Der LKW bebt unter der Last, wenn der Radlader die Schaufel entleert.
Im Hochfjällhotel ist Sanna an der Rezeption, mit der wir den Stellplatz klar gemacht haben. Sie weiß Bescheid. Wir zahlen die Campinggebühr und dürfen kostenlos ins Schwimmbad und in die Sauna.
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Es ist schon lustig, wenn man ein Hotelschwimmbad für sich allein hat. Die Wochenendurlauber reisen erst heute Nachmittag an. Wir genießen die Ruhe, schwitzen in der Sauna und ziehen unsere Runden durch den Pool. Anschließend bleiben wir noch eine Weile in der gemütlichen Lobby sitzen.
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Abends erscheinen wieder die in allen Farben schillernden polaren Stratosphärenwolken am Himmel. Dann zieht ein Sturmtief aus Norwegen durch. Ab morgen soll sich das Wetter beruhigen, hoffentlich.
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Das Einzige, was ich mir zu meinem Geburtstag wünsche, ist Schnee. Der fällt nachts tatsächlich vom Himmel, allerdings nur in homöopathischen Mengen. Immerhin schimmert der graue Parkplatz morgens ein wenig weiß.
Der Sturm mit Windböen über 100 km/h ist vorbei und die Sonne kommt sogar kurz raus.
Wir frühstücken länger als gewöhnlich und lassen den Tag gemächlich starten. Gegen Mittag geht es noch einmal zu Fuß zum Hochfjällhotel.
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Wir genießen in der gemütlichen Bar im oberen Stock die Aussicht ins Fjäll und warten auf einen Videoanruf von unseren Stippies und deren Eltern, was leider nicht klappt. In der Copperbar wird Lunch serviert. Wir entscheiden uns mal wieder für die schmackhaften Hamburger mit einem Bier aus der Östersund-Brauerei.
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Auf dem Rückweg zum Wohnmobil erreicht uns ein Anruf aus Woltersdorf. Die Jungs sind am Telefon sehr gesprächig und wir freuen uns, sie nach einem Vierteljahr mal wieder zu hören. Textnachrichten können diesen persönlichen Kontakt einfach nicht ersetzen!
Den Geburtstagskuchen habe ich (wie immer) schon am Vortag gebacken. Ich bin jetzt so alt, dass es mir nicht mehr gelingt, alle 12 Kerzen (eine für jeden Monat des neuen Lebensjahres) auf einmal auszublasen ;-)
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Höglekardalen 19.-28.1.2025
Wir starten im Nieselregen und kaufen erstmal reichlich Lebensmittel im "Eurocash" ein, denn am nächsten Ziel gibt es nur einen kleinen Fjällshop. Schön, dass man sich in Schweden keine Gedanken machen muss, an welchem Wochentag die Reise weiter geht, auch Sonntags sind die Supermärkte geöffnet.
Auf der E14 und der Talstraße in Bydalen hat der Sturm vom Freitag seine Spuren hinterlassen. Immer wieder sehen wir umgestürzte Bäume, die zersägt am Straßenrand liegen. Die Straßenverhältnisse präsentieren sich sehr unterschiedlich. Während lange Strecken abgeschmolzen sind, ist es im Schatten oftmals noch eisig. Ab und an dreht ein Rad auf dem Eis durch, doch es gibt keine Probleme. Zeitweise scheint sogar die Sonne.
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Wir kommen schneller an als gedacht. Den Schlüssel für die Strombox und das Sanitärgebäude überreicht uns Inga, die ehemaige Betreiberin des Campingplatzes. Sie freut sich, dass wir wieder da sind. Petter, einer der derzeitige Inhaber, tröstet uns am Telefon über den fehlenden Schnee hinweg. Die Pisten sollen noch gut sein und in der kommenden Woche soll viel Neuschnee fallen. Hoffentlich stimmt das.
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Wenn wir schon nicht gleich am ersten Tag in Bydalen Ski fahren, so wollen wir doch wenigstens den Skipass ab morgen buchen lassen.
Vom Campingplatz führt eine Loipe nach Hovde zum Skipassverkauf. Vorsichtshalber werden die Kamiken mit Spikes bestückt. Gute Entscheidung, teilweise ist die Loipe vereist.
Dennoch sind wir erstaunt, wie großflächig sie nach dem langen Tauwetter noch mit Schnee bedeckt ist. Man könnte auf Skiern bis zum Lift gehen.
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Der Zubringerlift von den Skipisten in Hovde zum Restaurant und zum Dromlift überquert den Fluss und ist in Betrieb. Also muss das Eis wohl noch halten auch wenn es sehr nach Wasserski aussieht.
Neben der Brücke fährt ein Scooter zügig über das Eis. Hinter ihm spritzt es nur so hoch.
Petter hatte Recht, die Pisten sehen erstaunlich gut aus. Der Schnee hat eine Konsistenz wie sonst im späten Frühjahr. Morgen gehen wir auf jeden Fall Skifahren, egal ob es schneit oder nicht.
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Auf dem Rückweg verführt uns die vermeintlich geringe Schneehöhe, mal dem Wegweiser nach "Varpudden" zu folgen. Das Schild hat schon über Jahre unsere Neugier geweckt, doch wir waren noch nie dort, weil wir immer befürchtet hatten, tief im Schnee einzusacken, wenn wir dorthin gehen. Ein mit Bändchen gekennzeichneter Pfad führt zu einem schönen Angelplatz am Fluss.
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Stellenweise ist der Schnee trotz allem noch knietief und es läuft sich schwer. Biberbisse erinnern an den früheren Bewohner dieser Gegend, dessen Spuren wir schon öfter im Schnee gesehen haben. Wer weiß, wo er abgeblieben ist? Vielleicht hat er sich ein anderes Revier gesucht oder er lebt nicht mehr.
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Auf dem Campingplatz sieht es traurig aus. Tauwetter hatten wir hier im Januar schon zweimal, doch mit so wenig Schnee haben wir den Platz noch nie erlebt. Was soll's, wir nutzen den Nachmittag, um zu waschen.
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Der groß angekündigte Scheefall über Nacht bleibt aus. Lediglich ein wenig überzuckert ist die Landschaft am Morgen. Es gelingt uns trotzdem, per Skitour über die teils vereisten Loipenreste zum Skilift zu rutschen.
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Die Pisten wurden frisch präpariert und fahren sich erstaunlich gut. Auf der Verbindungsabfahrt nach Bydalen liegt zu wenig Schnee für den Pistenbully. Das Eis kann nicht aufgeraut werden, ohne Schaden anzurichten. Wir probieren sie lieber nicht.
Was sofort auffällt, sind neue Windschutzhütten überall im ganzen Skigebiet. Die haben hier wirklich noch gefehlt und werten die Rastplätze enorm auf.
Schneelanzen sind ein ungewohnter Anblick in Bydalen. Eigentlich setzt man hier auf Naturschnee.
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Nach der Kaffeepause fahren wir noch ein paar Runden am Dromlift und laufen dann über die Straße zurück zum Campingplatz. Das war allerdings das erste und letzte Mal. Die 1,8 km ziehen sich doch ganz schön in die Länge, wenn man die Ski tragen muss. Morgen geht es wieder über die Loipe zurück.
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Ungefähr 5 cm hat es nachts geschneit, mehr nicht! Wir freuen uns trotzdem wie die kleinen Kinder, die bei der ersten Schneeflocke ihren Schlitten rausholen. Die Tristesse ist vorbei, es sieht wieder nach Winter aus.
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Die Loipe, die wir brauchen, um bequem zum Skigebiet zu gelangen, läuft sich dank dem neuen Belag viel besser als gestern. Sie taugt jetzt auch für den Rückweg, nachdem das Eis mit etwas Schnee bedeckt ist.
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Im Skigebiet sind alle offenen Pisten perfekt präpariert. Vorsichtig wagen wir uns auch ins Gelände, doch der Untergrund ist uneben und eisig. Trotzdem kommt ein klitzekleines bisschen Tiefschneefeeling auf.
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Die Verbindung nach Bydalen ist nun ebenfalls wieder befahrbar. Wir gehen in unserem geliebten "Wärdshus" Kaffee trinken.
Zum Mittag gibt es heute mal den Dagenslunch im Restaurant "Drommen". Das Wildragout schmeckt richtig gut und ist mit 125 Kronen (11 €) inkl. Salat, Softgetränk und Kaffee sehr preisgünstig.
Ein Bier schlägt dagegen mit 7 € zu Buche, was wir uns trotzdem ab und zu gönnen ;-)
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Nach dem Essen sind wir immer ziemlich träge und neigen dazu, direkt zum Campingplatz zu gehen. Diesmal raffen wir uns auf, noch ein paar Mal mit dem Dromlift zu fahren.
Es ist mit -8°C recht kalt geworden. Im Tal wabert schon Nebel herum.
Auf dem Campingplatz haben sich inzwischen die Vögel an der Futterschale gütlich getan. Derzeit sind wir die einzigen Gäste, die ein paar Nüsse und Kerne hinstellen. Sonst ist niemand hier.
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Kein Schnee, dafür -16°C und Sonne vom Feinsten mit einem wunderschönen Halo. Der Lichteffekt entsteht durch Eiswolken in einer Höhe zwischen 5.000 und 13.000 Metern. Wir kommen uns ein bisschen wie in der Serie "Stargate" vor, wenn wir auf das Halo zufahren, doch in andere Welten eintauchen kann man nicht.
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Das ist auch nicht nötig. Wir sind gern hier in Bydalen, einem unserer Lieblingsskigebiete. Durch die tieferen Temperaturen sind die Bäume nun herrlich vereist. Dazu strahlend blauer Himmel, was wollen wir mehr?
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Beim Wärdshus proben internationale Einsatzkräfte den Ernstfall. Auch ein Polizeihubschrauber ist vor Ort. Am Dromlift üben Sanitäter, Verletzte aus unwegsamem Gelände zu bergen. Wir schauen aus der Ferne zu.
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Am nächsten Morgen schlägt das Skifahrerherz wieder höher. Es hat mit ca. 10 cm richtig geschneit und schon der Anmarsch zum Skilift über die noch nicht präparierte Loipe ist ein Genuss.
Wir haben Freitag und im Skigebiet tummeln sich viele junge Leute, vermutlich Studenten. Schnell sind die Pisten zerfahren.
Etwas abseits finden sich noch einige unpräparierte Flecken für ein paar Powderschwünge.
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Schon die ganze Woche haben wir uns auf den Besuch in der Waffestube am "Fjällhalsen" gefreut, welche nur am Wochenende geöffnet ist.
Bisher war die Zufahrtspiste nicht präpariert, aber heute liegt sie in feinstem Manchester vor uns. Die Abfahrt führt durch ein tolles Winterwonderland.
So kennen wir die Gegend und so haben wir es uns gewünscht. Das Aussitzen der Warmfront an der norwegischen Grenze hat sich gelohnt.
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Caroline, die Betreiberin der Waffelstube, erkennt uns sofort und ist begeistert, dass wir jeden Winter nach Bydalen kommen.
Sie weiß noch genau, dass wir immer Cappuccino und Waffeln mit Moltebeeren und Sahne bestellen. Auch an den Honig, den wir letzten Winter leider nicht bekommen haben, erinnert sie sich. Nun ist er schon wieder ausverkauft.
Die Waffeln sind super knusprig und lecker. "See you tomorrow" heißt es als wir wieder losfahren.
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Im "Panget", dem gemütlichen Restaurant des Campingplatzes, wird heute abend anlässlich der Saisoneröffnung ein Buffet angerichtet. Wir schauen vorbei und sollen es nicht bereuen.
U.a. gibt es "Porterstek", einen Rinderbraten in einer Soße aus Porter und schwarzem Johannisbeersaft, ein schwedisches Gericht.
Wir haben das noch nie gegessen und fanden es extrem lecker. Die Chefin verrät uns auch das Rezept für ihr selbstgebackenes Früchtebrot.
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Fast jeden Tag gab es ein kleines "Extra", was wir in Anbetracht der Schneelage nicht erwartet hätten.
Erst wird die Verbindung nach Bydalen befahrbar, dann ist die Abfahrt zur Waffelstube präpariert, am nächsten Tag überrascht uns die frisch gespurte Loipe zum Skigebiet und heute wird der Långravinlift nach oben ins Fjäll geöffnet.
Die Pistenbullyfahrer in Bydalen sind einfach die besten! Mit gut positionierten Schneefangzäunen legen sie weiße Teppiche ins freigeblasene Fjäll.
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Zwei Pisten von ziemlich guter Qualiät führen nach unten. Wir sind begeistert.
An der Bergstation hat der Wind Schneeskulpturen geformt, ansonsten schauen die Steine sehr weit heraus. Das haben wir schon ganz anders erlebt.
Die Tage vergehen schnell und schwupps ist die Woche rum. Schön war's.
Skigebiet Bydalsfällen 
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Dorotea 28.-29.1.2025
Der Abschied aus Höglekardalen fällt uns nicht ganz so schwer, denn wir haben vor, auf der Rückfahrt im März noch einmal hier vorbei zu kommen. Obwohl über Nacht Schnee angekündigt war, ist keiner gefallen. Auch gut, so schaffen wir es diesmal ohne Schneeketten hinauf zur Talstraße.
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Die Sonne lacht, es herrschen leichte Minusgrade, die Straßen sind etwas glatt, aber gut zu fahren.
Nördlich von Östersund muss es recht viel geschneit haben. Die Bäume sehen schön weiß aus und auf der Fahrt nach Lappland kommen uns insgesamt vier Schneepflüge entgegen.
Nach der Mittagspause in Strömsund widerstehen wir nur schwer der Versuchung, einfach dort zu bleiben. Der Stellplatz ist gleich rechts hinter der Brücke.
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Aber nein, es liegen noch einige Kilometer vor uns, man muss auch mal andere Orte erkunden.
Ich habe vorab bei der Stadtverwaltung in Dorotea angefragt, ob der ausgesuchte Parkplatz im Winter geräumt wird. Dies wurde mit dem Hinweis bestätigt, dass wir dort bis zu 24 Stunden parken dürfen.
Perfekt! Wir stellen uns neben dem Schneehaufen und kaufen erstmal ein, um die fast aufgebrauchten Lebensmittelvorräte wieder aufzufüllen.
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Als wir zurück sind, verstaut Uwe einige Dinge in der Heckgarage, während ich drinnen den Kühlschrank einräume.
Ich will ihm noch was rausgeben, doch plötzlich geht die Tür nicht mehr auf. Der Drücker hängt unten und lässt sich nicht mehr bewegen. Zum Glück kann Uwe die Tür von außen mit einem leichten Ruck aufziehen.
Wir wissen sofort, was kaputt gegangen ist. Das gleiche Problem hatten wir schon einmal im März 2020.
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Natürlich passiert so etwas an einem der kältesten Abende der bisherigen Reise bei ca. -10°C, wenn wir nicht auf einem Campingplatz sind. Die Tür steht offen, während Uwe das Schloss ausbaut. Wie vermutet, ist der Schließmechanismus gebrochen.
Auf der Website, wo wir damals ein neues Schloss bestellt haben, ist es leider nicht mehr zu finden. Nun liefert Amazon mit 20 € Versandkosten nach Schweden. Bis es eintrifft, müssen wir durch das Fahrerhaus ein- und aussteigen, was mit den Isomatten innen und außen sehr umständlich ist.
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Lycksele 29.-31.1.2025
Durch die tief verschneiten Wälder Südlapplands geht es am nächsten Morgen weiter. Die Strecke Richtung Umeå sind wir noch nie gefahren. Die Verhältnisse wechseln zwischen Waschbrettpiste aus festgefahrenem Schnee und eisglatter Straße. Abseits der Hauptstrecken wird es ziemlich einsam. Nur hin und wieder kommt uns ein Auto entgegen, noch seltener werden wir überholt. Über viele Kilometer rollt unser Terri in der Mitte der Fahrbahn, weil es dort am wenigsten holpert.
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Der Straßenhobel ist auf der Gegenspur unterwegs und glättet die Waschbrettpiste.
Eine kritische Situation erleben wir, als ich sehe, dass der Straßenrand bei einem wassergefüllten Graben irgendwie weich ist und Uwe etwas zu weit rechts fährt. Er reagiert geistesgegenwärtig auf meinen "links" Ruf. Das war knapp!
Wenig später sehen wir ein polizeilich gesichertes Auto im Straßengraben. Der Fahrer war sicherlich zu schnell unterwegs.
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Pünktlich um 13 Uhr zur Eincheckzeit kommen wir auf dem "First Camp Ansia" an. Gebucht habe ich gestern online mit 20% Rabatt. Bis auf ein paar Dauercamper ist niemand auf dem riesigen Areal mit 476 Stellplätzen und eigenem Strand. Wir genießen die Ruhe im Winter und die gepflegten Serviceeinrichtungen. Im Sommer muss hier die Hölle los sein, dann besuchen viele Norweger die Gegend.
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Nach dem schnellen Mittagessen im Wohnmobil bleibt nicht mehr viel Zeit bis zum Einbruch der Dunkelheit.
Wir erkunden zunächst den Campingplatz. Hübsche Finnhütten kann man hier mieten und auch größere Ferienhäuser. Mitten auf dem Platz befindet sich ein Konferenzcenter im Stil einer Lapplandkota.
Unten am Fluss stehen gemütliche Grillplätze zur Verfügung. Ein Eishockeyfeld und eine Eislaufbahn sind ebenfalls präpariert.
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Schön, dass der "Ume älv" zugefroren ist und sich der Weg ins Zentrum somit deutlich verkürzt.
Man könnte an einer Grillbude sogar kostenlos einen Tretschlitten ausleihen, um den Fluss noch schneller zu überqueren.
Wir gehen zu Fuß und bummeln ein wenig durch die kleine Innenstadt mit ihren bunten Holzhäusern.
Uns gefällt es hier ausgesprochen gut.
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Über Nacht fällt eine Menge Schnee und es schneit weiter. Der Radlader vom Campingplatz hat gut zu tun, um die Haufen noch höher aufzuschichten. Uwe räumt den Schnee rund ums Wohnmobil mit der Schaufel.
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Wir bleiben erstmal daheim und widmen uns einem Projekt, was uns schon seit mehreren Jahren unter den Nägeln brennt. Erst vor kurzem haben wir einen Tipp bekommen, wie wir das Problem der herunterhängenden Deckenverkleidung im Wohnmobil lösen können. Danke liebe Inge! Nun ist unsere Decke eine "Steppdecke".
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Am Nachmittag überqueren wir wieder den Fluss und schauen uns noch ein wenig in der Stadt um.
Lycksele kam sehr spontan auf den Plan, dadurch ist die Reiseleiterin nicht vorbereitet. Die Recherche am Abend ergibt noch Sehenswürdigkeiten, die wir diesmal leider nicht besuchen konnten.
Immerhin kommen wir auf dem Weg zur Kirche an den alten Holzhäusern der "Hamngatan" vorbei. Die Vorgärten liegen unter einer dicken Schneedecke. Hübsch sieht das aus.
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Lycksele erhielt 1946 die Stadtrechte und ist somit die erste Stadt in Schwedisch Lappland.
Zu spät finden wir heraus, dass auf einer Halbinsel im Fluss der "Gammplatsen", ein alter Marktplatz liegt. Das Freilichtmuseum ist sicher sehenswert und ganz bestimmt auch das Forstmuseum, welches das einzige Museum Europas für Forstmaschinen ist.
Lycksele wird hoffentlich im nächsten Winter erneut auf der Route liegen. Dann bleiben wir etwas länger.
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Unser nächstes Ziel ist wieder ein Skigebiet, welches derzeit nur an den Wochenenden geöffnet ist. Deshalb wollen wir den Aufenthalt nicht verlängern, sondern morgen weiter fahren.
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