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Skandinavien - Winterreise (März 2025)
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Jokkmokk 1.-2.3.2025
212 km Strecke bedeuten mindestens 4 Stunden Fahrzeit, dazu noch ein größerer Einkauf in Gällivare. Wir sind einfach nur unterwegs, erfreuen uns an den vereisten Bäumen und machen eine längere Mittagspause auf dem schönen Rastplatz in Porjus. Übernachtet wird auf einem Stellplatz an einem See kurz vor Jokkmokk.
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Storforsen 2.-3.3.2025
Nach dem Check der Wettervorhersage und dem Abwägen von Pro und Kontra, entscheiden wir doch noch Richtung Ostküste zu fahren.
Das hätten wir gestern ab Gällivare schon machen können. Nun nehmen wir eine Strecke, die ca. 50 km länger ist und einen Abstecher zum Storforsen, Europas größter Stromschnelle, ermöglicht.
Diese wollten wir bereits auf dem Weg nach Norden besuchen. Es hat sich jedoch nicht ergeben.
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Am Parkplatz im Naturreservat, prangen auffällig viele "Camping verboten" Schilder. Übernachten darf man hier also auf keinen Fall. Macht nix, denn wir wollen später noch weiter nach Luleå.
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Schon von weitem hören wir die tosenden Wassermassen der 5 km langen Stromschnelle. Sie hat auf den letzten zwei Kilometern von der Aussichtsplattform bis zum Hotel mit 60 m Höhenunterschied das größte Gefälle. Gesicherte Holzstege, die auch im Winter gut zugänglich sind, führen die Besucher ganz nah an das brausende Wasser heran. Selbst bei tiefsten Temperaturen friert der Storforsen nie ein.
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Wir laufen ganz gemütlich mit vielen Fotostopps von der oberen Aussichtsplattform bis hinunter zum Hotel. Uns faszinieren die Eisformationen in der Stromschnelle genauso wie das "Packeis" an deren Ende.
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Das Hotel sieht einladend aus und siehe da, es gibt ein Tagesbuffet. Wir speisen ganz in Ruhe mit Ausblick zum Wasser. Die Zeit schreitet voran und schon ist es Nachmittag. Wollen wir überhaupt noch zwei Stunden weiter fahren? Nö, der Campingplatz gleich beim Hotel gefällt uns. Wir checken ein und setzen nur noch das Wohnmobil um, nachdem wir bei herrlichem Licht entlang des Storforsen zum Parkplatz hochgelaufen sind.
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Luleå 3.-5.3.2025

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Die Fahrt nach Luleå verläuft unspektakulär auf trockenen Straßen mit Eiskante an der Seite.
Wir halten noch bei "Jula", um Antirutschmatten zu kaufen, die uns allmählich kaputt gehen. Leider sind diese nicht mehr im Sortiment. Bei "Biltema" finden wir andere, die uns jedoch nicht so gut gefallen. Warum kann nichts bleiben, wie es war? Alles muss verschlimmbessert werden.
Immerhin hat sich am Stellplatz im Südhafen nichts verändert. Wir mögen die tolle Aussicht.
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Um die Campinggebühr zu zahlen, soll man eine App installieren, was sonst? Es stinkt mich an, aber ich mache es. Man könnte sogar buchen, ohne einen Account anzulegen, allerdings ist die Platzggebühr in der App 11% höher als in der Stellplatzbeschreibung. Zum Glück hat uns die digitale Welt noch nicht ganz im Griff! Wir erinnern uns, dass wir beim letzten Besuch im Shop nebenan bar bezahlt haben, das geht noch immer :-)
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Das Wetter ist genauso schön wie damals im Februar 2022, nur die Temperaturen sind höher. Nachdem auf der Facebookseite schon was von weichem Eis geschrieben stand, waren wir skeptisch, werden jedoch positiv überrascht. Die spiegelglatte Oberfläche des 60-70 cm dicken schwarzen Eises ist schön fest. Die intensive Sonne sorgt für einen dünnen Wasserfilm. Die Schlittschuhe gleiten perfekt.
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Zunächst umrunden wir eine kleine Insel, auf der ein Café liegt. Die Autos kommen über eine Eistraße hierher.
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Zeitweise bläst uns der Wind ins Gesicht, da wird das Skaten etwas anstrengender. Mit Rückenwind werden wir fast geschoben und kommen sehr schnell voran. Es ist ein herrlich müheloses Gleiten.
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Hinter der Straßenbrücke sind dicke Eisschollen zu sehen, die zwischenzeitlich wohl rumgeschwommen sein müssen, bevor sie wieder eingefroren sind.
Es sieht bizarr aus, so wie auch die Wellenlinien aus schwarzem und weißem Eis, Luftblasen und tiefe Risse im klaren Eis.
Die Eislaufbahn führt vom Südhafen einmal um die Innenstadt herum bis zum Nordhafen. Die ganze Strecke wird auch wieder zurückgeskatet.
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Wir finden es unglaublich toll, dass die Stadt Luleå jeden Winter die Eisbahn unterhält. Der Aufwand, sie schneefrei zu halten und regelmäßig die Eisdicke zu messen, ist sicher nicht zu unterschätzen.
Von den Einwohnern wird das Freizeitangebot gern angenommen. Viele sind zu Fuß unterwegs, andere mit Fahrrad oder Tretschlitten. Es gibt Eishockeyfelder und manche sind begabt im Eiskunstlauf.
Eislauftour und Stadtbummel 
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Nach der Tour freuen wir uns auf eine leckere Bowl im Sushi Odod und bummeln anschließend durch die Stadt.
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Im Shop neben dem Stellplatz haben wir uns in neue Campingstühle "verliebt". Die wurden heute gekauft und ein passender Tisch gleich dazu. Bei Gelegenheit werden wir die neuem Möbel mal präsentieren.
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Sorsele 5.-9.3.2025
Über Nacht schneit es bis hinunter an die Küste. Schon beim Frühstück wird die Eisbahn gefegt. Zu gerne hätte wir noch eine Runde gedreht, doch für morgen ist ganztägig Schneefall vorhergesagt. Da wollen wir lieber nicht unterwegs sein.
Gut, dass die analoge Stellplatzbuchung für den dritten Tag unkompliziert storniert werden kann. Der Chef des Shops erinnert sich, dass wir gestern die Campingmöbel gekauft haben und gibt uns statt 200 Kronen 20 € zurück. Win win für beide Seiten, keine Bankgebühren für ihn und 2 € plus für uns.
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An der Küste wird der Neuschnee auf den Straßen gleich zu Matsch. Es ist einfach zu warm. Je weiter wir ins Landesinnere kommen, desto trockener ist der Schnee. Dort wo Wind weht, entstehen kleine Schneewehen.
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Auf dem Rastplatz am Slagnäsforsen machen wir Mittagspause. So richtig wurde der Platz nicht freigeräumt. Wir finden zum Parken nur eine kleine Fläche vor einem Schneeberg. Auf der anderen Straßenseite führt ein 1,5 km langer Steg in die Stromschnelle hinein und eignet sich gut, um kurz mal spazieren zu gehen.
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Nun sind wir im Skigebiet "Nalovardo" und warten auf den Schnee, der in den nächsten Tagen kommen soll.
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Es schneit tatsächlich. Bereits in der Nacht hören wir den Radlader, wie er den Parkplatz räumt. Vormittag stürmt es ein wenig und schneit weiter. Die Sicht im Skigebiet ist schlecht, so das wir keinen Skipass kaufen.
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Ich backe einen Kuchen, denn heute bekommen wir Besuch. Marko aus Österreich, den wir schon öfter in Schweden getroffen haben, ist diesen Winter auch wieder hier und nun kreuzen sich unsere Wege.
Markos Reisebericht: http://blog.inmontanis.info/
Am Nachmittag wird es sonnig, doch Skilaufen wollen wir nun nicht mehr. Die Pisten sind schon zu sehr zerfahren.
Stattdessen schauen wir uns zu Fuß ein bisschen auf dem Campingplatz und in der Hüttensiedlung um.
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Auf dem Campingplatz ist viel los. Fast alle Dauercamper sind vor Ort. Überall wird gequasselt und gegrillt.
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Am nächsten Morgen sind wir mit Marko verabredet, der mit seinem zum Minicamper ausgebauten Suzuki, in dem er während seiner langen Reisen wohnt und arbeitet, auch auf dem Campingplatz steht.
Marko war früher schon mal hier und ist gestern noch ein paar Stunden Ski gefahren. Wir nehmen sein Angebot, uns durch das Skigebiet zu führen, gerne an.
Auch wenn es heute wolkig ist und später schneit, haben wir gemeinsam großen Spaß auf den Pisten.
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In Nalovardo gibt es viele Freeride-Varianten durch Waldschneisen. Gut, dass so viel Neuschnee gefallen ist, dadurch lassen sie sich fast alle fahren.
Zum Kaffee sitzen wir, wie bereits gestern, bei uns im Wohnmobil zusammen. Es gibt unter Skifahrern immer viel zu erzählen. Schade, das Marko morgen schon weiter fährt.
Abends hat der Radlader wieder einiges zu tun. Der Winter ist noch nicht vorbei!
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An unserem zweiten Skitag scheint herrlich die Sonne, doch es ist sehr windig. Der lange Nalolift läuft nicht. Mit dem anderen Dalslift sind auch fast alle Abfahrten erreichbar, nur nicht in voller Länge.
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Wir probieren nochmal einige der Waldschneisen, die hier sehr gut und ohne große Hindernisse zu fahren sind. Dadurch, dass die schon wärmende Frühlingssonne auf die Hänge scheint und die Temperatur im Laufe des Tages über den Gefrierpunkt steigt, wird der Schnee allerdings pappig. Mittags machen wir Schluss.
Skigebiet Nalovardo 
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Dafür, dass heute der internationale Frauentag ist, müsste eigentlich Uwe in unserer "Puppenküche" kochen. Wahrscheinlich hätte es dann Bratkartoffeln mit Spiegelei und keine Schnitzel mit Mischgemüse gegeben.
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Die Sauna auf dem Campingplatz ist mal wieder inklusive und wird noch vor dem Sonnenuntergang genutzt.
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Am Abend schrillt der Nordlichtalarm. Der KP-Index ist mit 4,67 sehr hoch. Die Wahrscheinlichkeit, an unserem Standort das Polarlicht zu sehen, liegt bei 95%. Also werden Stativ und Kamera geschnappt und es geht nochmal raus in die Dunkelheit, wo die Aurora tanzt.
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Diesmal nehme ich überwiegend Zeitraffer auf und genieße das Schauspiel am Himmel, wöhrend die Kamera arbeitet. In Björkliden habe ich viel zu häufig versucht, tolle Fotos zu machen und dabei das Beste verpasst.
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Dorotea 9.-10.3.2025
Gut 200 km sind es heute, mindestens 4 Stunden Fahrt liegen vor uns. Immerhin ist die Sonne unser Begleiter. Überhaupt sind wir in diesem Winter sehr häufig an sonnigen Tagen unterwegs gewesen.
Während anfangs noch das spiegelglatte Eis auf der E 45 glänzt, ist der Asphalt später völlig trocken.
In Storuman grüßt uns die Statue des "Vildmannen" (wilder Mann), am Straßenrand. Er ziert das Wappen Lapplands.
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Die rote Farbe steht für die unbezwingbare Stärke der Menschen, die goldenen Keule symbolisiert Reichtum und die Blätterkränze sind das Symbol für die wilde Natur in Lappland.
Ein paar Kilometer weiter liegt Vojmans Camping. Immer wenn wir daran vorbei fahren, denken wir an das Beinaheunglück mit unserem Copter. Auf einer anderen Reise hat Uwe die riesige Angel mit dem Fisch im Fluss aus der Luft gefilmt. Erst beim Anschauen der Aufnahmen ist ihm aufgefallen, dass es auch eine Angelsehne gibt, die der Copter nur ganz knapp verfehlt hat, sonst wäre er wohl im Fluss gelandet. Glück gehabt!
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Eigentlich wollten wir in Vilhelmina unsere Lebensmittelvorräte auffüllen. Normalereise ist Sonntags nicht so viel los, doch diesmal steht fast der ganze Parkplatz vom Supermarkt voller Autos, manche mit Anhängern, wo Scooter drauf stehen. Vielleicht liegt es daran, dass die Ferien zu Ende sind. Zusätzlich muss es mächtig getaut und wieder gefroren haben. Der ganze Platz ist eine einzige ungestreute Eisfläche. Wir können hier nicht parken und müssen vorsichtig rückwärts rausfahren.
Inzwischen haben wir Hunger und steuern als Nächstes den Rastplatz Meselefors an, um Mittag zu kochen. An der Einfahrt prangt das übliche "Camping verboten" Schild, wie inzwischen auf fast allen Rastplätzen an der E45. Den Campern, die sich nicht benehmen können, sei Dank. Egal, wir wollen ja gar nicht übernachten.
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Da es mit dem Einkauf in Vilhelmina nicht geklappt hat, fahren wir noch weiter bis nach Dorotea. Auf dem Parkplatz im Ort haben wir während der Fahrt nach Norden bereits gestanden, dann bleiben wir eben nochmal.
Auch hier blankes Eis auf allen Wegen. Die Spikes an den Schuhen verhindern das Ausrutschen.
Der Kühlschrank ist nun wieder gefüllt. Morgen, bevor es weiter geht, besuchen wir noch die Konditorei, die uns wärmstens empfohlen wurde.
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Borgafjäll 10.-17.3.2025
Danke Annett für den Tipp mit der Konditorei in Dorotea, die sich als echtes Schlemmerparadies erweist. Vor dem Start zum nächsten Reiseziel wird bei Brot und Kuchen zugeschlagen.
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Gut 100 km geht es anschließend in ein Tal hinein, die wir auf der Rücktour wieder raus müssen. Doppelte Wege fahren wir auf unseren Rundreisen nicht so gerne, aber manchmal haben wir keine andere Chance.
Die Straßenverhältnisse wechseln, teilweise ist es sehr glatt, selten kommen uns Fahrzeuge entgegen. Einmal scheint ein Mercedes zu schnell gefahren zu sein. Er muss auf Eis ausweichen, als er uns sieht, und beginnt zu schlingern. Glücklicherweise kann er das Auto abfangen und touchiert das Wohnmobil nicht.
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Wieder fahren wir bei traumhaften Wetter, keine Wolke trübt den strahlend blauen Himmel. Erst kurz vor dem Ziel kommen die Berge in Sicht.
Die sehr netten Betreiber des Campingplatzes sind schnell zur Stelle, nachdem wir sie bei der Ankunft angerufen haben.
Weil keine weiteren Gäste da sind, können wir uns einen beliebigen Stellplatz für das Wohnmobil aussuchen. Da nehmen wir doch einfach den mit der besten Aussicht.
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Der Campingplatz liegt wunderschön zwischen dem Skigebiet und einem See. Im Hintergrund stehen schroffe Berge. Wir haben schon einige Fotos von hier gesehen, doch die Realität übertrifft unsere Erwartungen.
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Das Wetter ist ideal, um unsere neuen Campingmöbel einzuweihen. Eine Kaffeetafel im Sonnenschein mit der leckeren Torte aus der Konditorei passt perfekt. Zum Skifahren war es heute schon zu spät. Wir nutzen den restlichen Tag, um beim Skilift vorbei zu schauen und den liebevoll gestalteten Campingplatz zu erkunden.
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Ein Spaziergänger mit Hund erzählt uns beim Kaffee, dass die Pisten im Skigebiet gut präpariert sein sollen. Dementsprechend erwartungsvoll gehen wir am nächsten Morgen zum Lift und werden bitter enttäuscht.
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In der Nacht ist es -18°C kalt, was hart gefrorene Pisten bedeutet. Zunächst sind wir die einzigen Skifahrer, später kommen noch ein paar dazu.
Es ist verständlich, dass für so wenige Besucher nicht das ganze Skigebiet präpariert werden kann, aber dass keine einzige Piste frisch gemacht wurde, ist dann doch enttäuschend.
Das Skigebiet selbst gefällt uns gut. Die Abfahrten führen überwiegend durch den Wald, was wir sehr mögen.
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Wie überall in Schweden ist auch hier in diesem Winter wenig Schnee gefallen. An manchen Stellen weisen Warnschilder auf die dünne Schneedecke und eisige Stellen hin.
Die Sonne umgibt sich mit einem Halo, was bedeutet, dass das Wetter sehr bald umschlägt. In drei Tagen ist Vollmond. Danach ändert sich das Wetter ohnehin immer.
Wir hoffen auf ein bisschen Neuschnee.
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Momentan ist es ungewöhnlich windstill. Ich gehe nach dem Skifahren noch runter zum See auf meinen neuen Lieblingsplatz. Hier hört man nur das leise Plätschern eines Baches und sonst nichts, herrlich!
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Abends schreiben wir per Facebook eine Nachricht an den Betreiber des Skigebietes und fragen nach, ob die Pisten die ganze Woche nicht präpariert werden. Die Antwort lautet:
"Es tut uns leid, dass ihr die Pisten nicht gut präpariert findet. Wir sehnen uns gerade nach Neuschnee, der die Oberfläche weicher macht. Wir halten uns mit der Präparierung zurück, da es sehr schwierig ist, ein gutes Ergebnis zu erzielen. Es bilden sich leicht Bandspuren und Eisklumpen, was es manchmal schlechter macht, als es zuvor war. Wir präparieren die Pisten, wenn sie abgenutzt sind und sich Triebschnee in den Fangzäunen abgelagert hat. Jetzt halten wir sie für glatt, auch wenn sie hart sind!"
Wir akzeptieren die Antwort und setzen unsere Erwartungen für den nächsten Tag runter. Bei der Ankunft an der Liftkasse ist der Mitarbeiter vom Pistendienst zufällig (?) auch da. Es entwickelt sich ein gutes Gespräch, in dem er erwähnt, dass es im Skigebiet keine Schneekanonen gibt und somit die Basis aus Kunstschnee, wie in anderen Skigebieten, fehlt. Stimmt, das war uns noch gar nicht aufgefallen. So gesehen sind die Verhältnisse nur mit Naturschnee sogar recht gut, zumal es diesen Winter sehr selten geschneit hat. Er bittet uns, den "Schneetanz" aufzuführen, damit am Wochenende der vorhergesagte Schnee auch fällt :-)
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Der Skitag dauert diesmal nur bis mittags, weil es ziemlich trüb wird und die Sicht nachlässt. Es sind kaum noch Konturen zu erkennen. Wir gehen zum Wohnmobil, wo wir seit gestern neue Nachbarn haben.
Wer unsere Reiseberichte verfolgt, weiß dass wir schon öfter Mushern mit ihren Huskies auf Campingplätzen begegnet sind. Leider ist das, mit wenigen Ausnahmen, ein seltsamer Menschenschlag. Sie kommen immer spätabends oder nachts an und versorgen dann lautstark ihre Hunde. Sie vermeiden Blickkontakt und grüßen auch nicht. Dass es andere Gäste nervt, wenn die Hunde jaulen und bellen, können sie sich wahrscheinlich denken, von den gelben Flecken im Schnee ganz zu schweigen. Wir finden, dass Hunderudel nicht auf einen Campingplatz gehören.
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Nachts fallen ein paar Flocken, unser "Schneetanz" zeigt Wirkung ;-) Kurz nach zehn sind wir den dritten Tag in Folge die ersten Gäste am Lift. Obwohl die Pisten nur leicht überzuckert sind, fährt es sich viel besser.
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Nun wagen wir uns auch mal an die als unpräpariert gekennzeichneten schwarzen Pisten ganz links im Skigebiet.
Und siehe da, es geht gut. Auf dem Bärenrücken (B) ist der Schnee festgefahren und weiter unten, wo er in den rot markierten Hasensprung (C) mündet, sogar frisch präpariert. Der Marderschwung (A) lässt sich nur im oberen Bereich befahren. Auf dem Steilstück schaut zu viel Gestüpp aus der Schneedecke heraus, doch man kann durch den Wald zu den anderen Abfahrten queren.
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Der nette Mitarbeiter vom Pistendienst, mit dem wir gestern gequatscht haben, winkt uns zu. Er ist dabei, einen neuen Fangzaun für Triebschnee aufzubauen. Am Samstag soll es endlich mal richtig schneien.
Wir bleiben ziemlich lange im Skigebiet und genießen den Sonnenschein. Mittag gibt's im Fjällbistro, das "Chicken á la King" schmeckt lecker. Zum Kaffee können wir auf dem Campingplatz wieder draußen sitzen.
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Das Wochende rückt näher und siehe da, am Freitag sind auf einmal die meisten Pisten neu präpariert, sogar die oberen Abschnitte der schwarz markierten Abfahrten. Wie geht das denn?
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Geschneit hat es bisher nur 1-2 cm. Das kann wohl kaum ausreichend gewesen sein, um die Probleme, die der Pistendienst uns geschildert hat, zu beheben.
Ob die Abfahrten präpariert werden oder nicht, hängt einzig und allein davon ab, wie viele Besucher sich aktuell im Skigebiet aufhalten. Das hat uns der Liftwart verraten.
Wir sind ja froh, dass hier nicht nur am Wochenende geöffnet ist, wie anderswo, und verbringen einen weiteren sonnigen Tag beim Skifahren.
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Samstag ist Sturm angesagt. Windböen fegen mit mehr als 100 km/h über den See und biegen die Bäume. Ein bisschen Schnee fällt auch, jedoch längst nicht die vorhergesagte Menge von 10-15 cm. Das Skigebiet wirbt morgens mit geöffneten, aber langsam laufenden Liften. Uns ist klar, dass die Leute Skipässe kaufen sollen und zumindest der lange Lift auf unserer Seite später abgestellt wird. So kommt es natürlich auch.
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Egal, wir wollten bei dem Wetter ohnehin nicht Skifahren. Eigentlich hatten wir vor, die urige Holzsauna am See anzufeuern und schön zu saunieren, nur bei dem starken Wind wird es schwierig, die Sauna richtig heiß zu bekommen. Durch irgendwelche Ritzen zieht es bei den Dingern immer hinein. Als wir uns für die elektrisch beheizte Panoramasauna entscheiden wollen, ist diese leider schon gebucht. Pech gehabt!
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Immerhin hat der Sturm etwas Triebschnee für den Pistenbully an den Fangzäunen abgelagert. An unserem letzten Skitag sind die frisch präparierten Pisten sogar mit etwas Neuschnee überzogen.
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Die Sonne scheint vom strahlend blauen Himmel. Es bleibt windig. Mit -5°C ist es nicht besonders kalt und von daher ein angenehmes Skifahren.
Zum Mittag gönnen wir uns eine Pizza "Big Foot" mit Ochsenfilet aus der Region, frischen Champignons, Tomate und Sauce Bernaise. Ein toller Abschluss für den Aufenthalt in Borgafjäll. Vielleicht kommen wir nächste Saison wieder.
Skigebiet Borgafjäll 
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Östersund 17.-20.3.2025
So langsam wollen wir mal wieder ein paar mehr Kilometer gen Süden machen, doch zunächst liegt die lange Talausfahrt vor uns. Den vereisten Anstieg, um vom Campingplatz zur Hauptstraße hochzukommen, meistert das Wohnmobil dank der Schneeketten souverän. Der Straßenzustand hat sich gegenüber der Hinfahrt vor einer Woche nicht verändert. Trockener Asphalt und eisige Stellen wechseln sich ab. Es ist wenig Verkehr.
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In Hoting kaufen wir ein paar Lebensmittel ein und machen gleich Mittagspause.
Gegenüber der Tankstelle, wo noch der Dieseltank aufgefüllt wird, scheint jemand besonderen Schrott zu sammeln.
Das ziemlich alte Wohnmobil könnte uns gefallen, um damit z.B. nach Schottland zu reisen. Die Vorstellung solch ein Fahrzeug aufzuarbeiten, lässt uns jedoch nicht im Traum daran denken, sowas anzuschaffen.
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Auf dem Campingplatz sieht es nicht so schön aus, wie sonst, wenn wir im Februar in Östersund waren. Der Schnee ist fast getaut und es bläst ein strammer Wind. Wie immer gehen wir die 4 km bis in die Stadt zu Fuß.
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Auf den Straßen und Wegen liegt jede Menge Splitt, dennoch gibt es stellenweise gefährliche Eisplatten.
In der Einkaufsstraße werden neue Rohre verlegt. Das ist der Nachteil, wenn man außerhalb der Hauptsaison verreist.
Immerhin sind einige Fahrzeuge unterwegs, die das Streumaterial wieder auffegen und recyceln.
Es taut weiter, nächste Woche sieht es in der Stadt bestimmt schon nach Frühling aus.
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Am Wochenende soll auf der 10 km langen Eislaufbahn des "Winterparks" eine Veranstaltung gewesen sein. Unsere Hoffnung war, dass wir auch noch ein bisschen Eisskaten können, doch als wir das Elend am Storsjön-See sehen, ist sie zerschlagen. Gut, dass die Schlittschuhe gleich im Wohnmobil geblieben sind.
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Der Rand ist bereits angetaut und hat Risse, ansonsten wäre das Eis schon noch dick genug. Gestern hat es geregnet, dadurch steht Wasser auf dem See und das Eis könnte an der Oberfläche weich sein. Bei solchen Bedingungen gehen wir lieber nicht Schlittschuhlaufen.
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Eine wichtige Sache ist am Seeufer noch zu erledigen. Eines unserer Weingläser ist zerbrochen. Wie jedes Jahr besuchen wir die Glasbläserinnen Ulla und Nilla in der Storsjöhyttan. Sie erkennen uns und wollen wissen, was wir diesmal in Östersund machen. Wir erfahren, dass sie dieses Jahr ihr 30-jähriges Jubiläum feiern und die Glasbläserei noch immer sehr lieben. Herzlichen Glückwunsch!
Zufällig stehen die Weingläser als 2. Wahl im Regal. Wir mögen kleine Unregelmäßigkeiten in handgemachten Dingen und nehmen sie mit. Jetzt haben wir zwei Gläser zum gleichen Preis von sonst nur einem und Reserve, falls mal wieder eins kaputt geht.
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Auf dem Rückweg zum Campingplatz wollen wir eigentlich noch in den "Dollarstore", doch der existiert nicht mehr. Schade, dann gehen wir eben in das Second Hand Kaufhaus, wo wir schon öfter rumgestöbert haben. Es öffnet jedoch erst in 20 Minuten und laut einem Schild im Fenster heute zum letzten Mal. Um die Ecke hat vor zwei Jahren ein Trödelladen aufgemacht. Ist das vielleicht der Grund, warum das Second Hand Kaufhaus verschwindet?
Vor der Tür steht eine Reporterin, die die letzten Kunden befragen will. Sie verwickelt uns in ein Gespräch und am Ende hat sie ein Interview samt Foto von uns. Nun haben wir es sogar in den "Östersunds Posten" geschafft. Der gesamte Artikel ist jedoch nur für Abonenten der Zeitung zugänglich.
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Als Alternative zum Eislaufen machen wir einen Wellnesstag im Storsjöbad. Die Saunalandschaft gefällt uns, so wie auch die Entspannungsliegen, die leise Musik spielen und uns sanft schaukeln.
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Trillevallen 20.-24.3.2025
In Östersund sieht es schon richtig grün aus . Wir hoffen an unserem nächsten Reiseziel noch einmal in den Winter eintauchen zu können. Zunächst steht jedoch der Großeinkauf für die nächsten eineinhalb Wochen bevor.
Der Korb wird relativ voll und bis auf einige wenige Spezialitäten sind ganz normale Lebensmittel drin. Schon Wahnsinn, wie teuer alles geworden ist, an der Kasse bezahlen wir fast 200 €! Nun sind wir erstmal bestens versorgt.
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Die Hauptstrecke ist trocken und schneefrei. Auf der Zufahrt zum Skigebiet brauchen wir auf dem letzten Steilstück wieder die Schneeketten. Bei der Ankunft scheint die Sonne, weiter hinten hängen dicke Wolken.
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Im Frühjahr werden Parkgebühren fällig, wenn man keinen Skipass hat. Also registrieren wir unser Nummernschild an der Kasse und lassen gleich den Scandinavian Skipass für die nächsten vier Tage buchen.
Im Restaurant gibt es Thai Curry als Tagesgericht. Es ist schon recht spät, wir mögen das gerne, also bleibt die Wohnmobilküche heute kalt.
Auf dem anschließenden Spaziergang entlang der Ferienhäuser wird unser Wunsch nach Winter wahr.
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Für den zweiten Aufenthalt der Saison ist Traumwetter angesagt. Die Temperaturen liegen um die Null Grad.
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Im Skigebiet muss es in den letzten Tagen geschneit haben. Die Spuren im Gelände sind verweht, nur oben im Fjäll schauen Steine raus, sie wurden vom Wind freigeblasen.
Der Schnee ist schön weich und es sind ein paar mehr Pisten präpariert als im Januar.
Auch abseits lässt es sich super fahren. Die Bäume stehen in Trillevallen recht weit auseinander, so dass man wunderbar zwischen ihnen hindurchgleiten kann.
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Der Parkplatz im Skigebiet ist gut gefüllt, doch an den Liften müssen wir nie anstehen. Scheinbar machen derzeit viele Familien mit kleinen Kindern Urlaub, die sich eher am Übungshang aufhalten.
Den Pausenkaffee genießen wir heute zum ersten Mal auf der Terrasse im Freien. Nun beginnt der Frühlingswinter, die fünfte Jahreszeit in Schweden.
Sobald die Sonne höher steht und es wärmer wird, sind auch viele Langläufer und Tourengeher im Fjäll unterwegs, wo sie "Sonnengruben" bauen.
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Abends zeigt sich ein Hauch von Nordlicht. Der KP-Index ist mit über 5 zwar sehr hoch, doch es tanzt hier in Mittelschweden nicht mehr so schön wie im Norden. Man sieht nur einen grünen oder bunten Schleier.
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Bereits in der Nacht ist es stürmisch und es bleibt heute so. Wir kennen die Tricks der Liftbetreiber, deshalb fahren wir möglichst oft mit dem Sessellift, denn der wird garantiert außer Betrieb genommen, sobald genug Leute einen Skipass gekauft haben. Um halb zwölf ist es soweit ;-) Immerhin läuft danach der parallele Schlepplift.
Wir erkunden lieber mal das Freeride-Gebiet auf der anderen Seite unten im Wald, wo es nicht so zieht. Dabei entdecken wir eine Stütze von einem alten Lift, der schon Jahre stillgelegt sein muss.
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Im baumfreien Bereich des Skigebietes bläst der Wind uns in Böen so stark entgegen, dass wir bergab mit den Skistöcken schieben müssen. Zum Glück ist es nicht kalt dabei, uns fliegen nur Schneekristalle ins Gesicht.
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Unser 50. Skitag der Saison 2024/25 ist erneut sehr sonnig und es weht nur ein leichter Wind.
Im Laufe des Vormittags firnt der Schnee auf, so dass wir noch einige herrliche Abfahrten im Gelände machen können.
Fast kommt es uns vor wie Skiourengehen, nur ohne die Anstrengung des Aufstiegs.
Skigebiet Trillevallen 
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Höglekardalen/Bydalen 24.-28.3.2025
Die Fahrt in das letzte Skigebiet der Wintersaison in Skandinavien verläuft unspektakulär. So trocken wie jetzt haben wir die Straßen in dieser Region noch nie erlebt. Das Einzige, was uns und dem Wohnmobil zu schaffen macht, sind die vielen, manchmal schlecht zu sehenden, Bodenwellen. Wir besuchen zum Abschluss noch einmal Bydalen, eines unserer liebsten Skigebiete in Schweden.
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Den Schlüssel für die Steckdose und das Sanitärhaus überreicht uns wie immer Inga, die frühere Besitzerin des Campingplatzes. Nach dem Mittagessen spazieren wir nach Hovde, um unseren Skipass aufladen zu lassen. Der Fluss taut allmählich auf, so dass die Querung mit dem Schlepplift über das Eis nicht mehr geht. Die Loipe, die wir brauchen, um zum Skigebiet zu gelangen, ist noch mit Schnee bedeckt, aber stellenweise vereist.
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Wir sind ein wenig unentschlossen, ob wir auf dem Campingplatz bleiben oder das Wohnmobil in den nächsten Tagen auf den Parkplatz am Lift in Bydalen umsetzen. Mal abwarten, wieviel von dem vorhergesagten Schnee in der Nacht fällt. Die Pisten im Skigebiet sehen jedenfalls ganz gut aus.
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Was sind wir doch für Glückspilze! Die 2-3 cm Neuschnee aus der Nacht reichen, um die Loipe aufzufrischen und die eisigen Stellen zu entschärfen. Sehr schön, so können wir auf dem Campingplatz bleiben. Um diese Jahreszeit ist unser Wohnmobil zwar locker für eine Woche autark, also unabhängig von Gas, Wasser und Strom, aber wir fühlen uns hier total wohl und wollen eigentlich nicht auf einem Parkplatz rumstehen.
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Den Skipisten hat der Schnee auch gut getan. Wie schon einmal erwähnt, sind die Fahrer der Pistenbullies hier die besten von allen Skigebieten, die wir kennen. Sie haben seit Ende Januar, wo wir ja auch schon in Bydalen waren, noch einige zusätzliche Pisten präpariert und die anderen sind in einem hervorragenden Zustand.
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In dieser Saison hat das Restaurant "Hovde" neu eröffnet. Wir nutzen die Gelegenheit, um es erstmal in einer Kaffeepause zu testen. Verglichen mit dem "Wärdshus" und dem Restaurant "Drommen" gefällt es uns nicht.
Die Einrichtung ist sehr schlicht und dunkel gehalten. Im Kamin "brennt" ein durch Projektion erzeugtes dreidimensionales Feuer. Traurig, wenn das die tolle nachhaltige Zukunft sein soll. Das ganze Ambiente strahlt keinerlei Gemütlichkeit aus. Die italienisch angehauchte Speisekarte spricht uns auch nicht an, somit war es wohl der erste und letzte Besuch im "Hovde".
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Wir freuen uns, dass es im Laufe des Tages weiter schneit, auch wenn die Sicht dadurch etwas trüb ist.
Die Abfahrten machen mehr Spaß als wir erwartet hätten. Die letzten Skitage in Schweden werden sicher nochmal toll.
Zum Mittag kehren wir in das bewährte Restaurant "Drommen" ein. Als Tagesgericht gibt es heute Pasta Carbonara, die wie immer sehr lecker schmeckt.
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Am nächsten Morgen sieht der Campingplatz wieder weiß aus und die Sonne kommt raus. Mühelos gelangen wir über die Loipe zum Skigebiet, dann überrascht uns ein Schneeschauer mit richtig dicken Flocken. Die frisch präparierten Pisten sind leicht überzuckert. So mögen wir das!
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Ach wie gemütlich ist es doch im "Wärdshus". An einem echten Kamin schmeckt der Cappuccino doppelt so gut.
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Wir hatten Caroline, der Betreiberin des Cafés am Fjällhalsen versprochen, noch einmal in dieser Saison vorbei zu kommen. Ihre wunderschön dekorierte Berghütte ist allerdings manchmal schwierig zu erreichen.
Wir haben Glück, dass auf der oberen Abfahrt genug Schnee liegt, auch wenn sie nicht präpariert werden konnte. Auf einer sehr langen und landschaftlich schönen Strecke durch das Fjäll geht es stets leicht bergab. Auf der unteren Zufahrt müssten wir eine tiefe Senke durchqueren.
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Vielleicht war es die letzte Chance für uns, um hier vorbei zu kommen. Der Schnee leidet schon unter den frühlingshaften Temperaturen.
Wir bestellen gebratenes Brot mit Chili con Carne und eine Waffel mit Lachscreme. Dazu gibt es Bier aus der Jämtland Brauerei.
Die Rückfahrt zum Skigebiet wird anstrengend. Weiter unten stoppt der Schnee immer wieder. Wir müssen lange Strecken schieben, um irgendwie voran zu kommen.
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Am Nachmittag beginnt es zu regnen, jetzt können wir die Loipe vergessen, um noch drei Tage zum Skigebiet zu rutschen. Was nun? Trotzdem Skifahren oder gleich weiter zum nächsten Reiseziel? Während wir beim Frühstück überlegen, wie es weitergehen soll, lenken uns zwei niedliche Eichhörnchen ab.
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Sie verleiben sich das Vogelfutter ein, was wir hingestreut haben. Es ist total süß zu beobachten, wie sie sich die Backen vollstopfen und kurz verschwinden, um das Futter irgendwo zu verstecken. Einen Teil vergraben sie im Moos direkt neben der Futterstelle. Nicht dass hier wegen uns im Sommer noch Sonnenblumen wachsen :-)
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Das Wetter ist ganz schön. Wir entscheiden, bis zum Parkplatz in Bydalen zu fahren und noch einen Tag auf die Piste zu gehen.
Die Ski bekommen ein Spezialwachs verpasst, was gegen den stoppenden Schnee helfen soll. Bedingt funktioniert das, aber gelegentlich zupft es an den Skiern. Wir haben das Wachs nur raufgeschmiert und nicht mit dem Bügeleisen aufgetragen, vielleicht liegt es daran.
Skigebiet Bydalsfjällen 
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Zuvor verabschieden wir uns noch von Inga und geben ihr das Geld für den Campingplatz in bar, weil das Café, wo eigentlich bezahlt wird, erst am Wochenende öffnet. Kaum jemand besitzt noch Bargeld in Schweden. Sie musste wohl ihr Sparschwein schlachten, um uns 100 Kronen in kleinen Scheinen und Münzen zurückzugeben.
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Lillhärdal 28.-29.3.2025
Die Skisaison in Schweden ist für uns beendet. Ab jetzt heißt es, die gut 1000 km nach Trelleborg unter die Räder zu nehmen. Bis zum Ablegen der Fähre bleiben 8 Tage, da sind noch ein paar Zwischenstopps drin.
Zunächst fahren wir bis Svenstavik, um Lebensmittel einzukaufen. Das Skicenter in Åsarna liegt zur besten Mittagszeit an der weiteren Strecke. Es wäre sträflich, hier nicht anzuhalten und somit das gute Lunchbuffet zu verpassen. Auch durch den Outlet-Store kann man ruhig mal stöbern. Um auf dem günstigen Campingplatz zu bleiben, ist es allerdings noch zu früh. Außerdem fehlt der Schnee, es sieht trostlos aus.
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Zwei Übernachtungsmöglichkeiten direkt an der E45 nutzen wir nicht. Das war keine gute Idee, denn die Verbotsschilder am gewählten Platz in Sveg waren im Google Streetview nicht zu sehen. Sie müssen wohl recht neu sein.
Also geht es weiter, doch kaum haben wir den Ort verlassen, stehen mehrmals Rentiere auf der Straße. Den ganzen Winter waren sie selten zu sehen und nun gleich so viele. Wir müssen immer wieder stoppen und langsam fahren, um an ihnen vorbei zu kommen.
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Die Hoffnung, einen Übernachtungsplatz am touristischen Inlandsvägen zu finden, geben wir auf und fahren die Nebenstrecke weiter. Die Zufahrt zu einem nahegelegenen Skigebiet ist durch eine Schranke abgesperrt. Nun wird guter Rat langsam teuer. Wir wissen schon, warum wir meistens auf Stell- und Campingplätze fahren. Vor dem Wohnmobilboom war es einfacher, gute Freistehplätze ohne Verbotsschilder ausfindig zu machen.
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Am besten klappt es meistens auf Parkplätzen, die man in Google Maps findet und die nicht in der Park4Night-App empfohlen werden. So wie hier bei einer Kirche im kleinen Ort Lillhärdal.
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Gesunda 29.-30.3.2025
An Wochenenden kommt es oft vor, dass lautstarke Jungendliche die Nachtruhe beim Freistehen stören, doch diesmal war absolut nichts zu hören.
Die Nebenstrecke entpuppt sich als gute Landstraße und fährt sich viel besser als die kaputte E45. Wir passieren eine Höhe von fast 700 m, wo wieder recht viel Schnee liegt.
Beim Tanken erfreut uns der mit umgerechnet 1,56€ im Vergeich zu Deutschland niedrige Dieselpreis.
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Ursprünglich wollten wir nach Nusnäs fahren, wo die berühmten Dalapferde, das meistgekaufte Souvenier aus Schweden, hergestellt werden.
Nun sind wir auf der anderen Seite des Siljan-Sees im Skigebiet Gesundaberget. Danke Marko für den Tipp, dass hier am Wochenende die Saison ausklingt.
Der Schnee schwindet schnell bei frühlingshaften Temperaturen, doch die Betreiber geben sich alle Mühe, noch ein paar Pisten offen zu halten.
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Zu gerne wären wir mal mit dem nostalgischen 2er Sessellift gefahren, der vielleicht noch aus den Gründungsjahren des Skigebietes stammt. Leider ist er derzeit nicht mehr in Betrieb.
Die wenigen noch brauchbaren Skipisten sehen sehr aufgeweicht aus. Wir verspüren keine Lust, ca. 50 € in zwei Skipässe für 3 Stunden zu investieren und schauen uns einfach nur ein bisschen um.
Trotzdem sind wir erstaunt, wie viele Skifahrer die letzte Gelegenheit bei bestem Wetter nutzen.
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Unser Geld legen wir lieber beim Essen im "Värdhus" an. Hamburger hatten wir diesen Winter noch nicht so oft wie sonst.
Das Ambiente gefällt uns gut. Auf der Bühne stehen bereits Instrumente und sehr viele Tische sind reserviert. Am Nachmittag steigt hier eine Après-Ski Party mit Band.
Sonne und Wolken wechseln sich ab. Wir brechen auf zu einem Verdauungsspaziergang.
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Zunächst schweift der Blick hinunter zum Siljan-See mit seinen grünen Inseln. Die Aussicht oben vom Berg muss überwältigend sein. Vielleicht kommen wir nächsten Winter in den Genuss.
Dann geht es das kurze Stück hinunter in den kleinen Ort Gesunda. Hübsche Häuser stehen hier in der Provinz Dalarna.
Beim Mittsommerbaum liegt die Dorfstube, welche Stellplätze für Wohnmobile mit Aussicht zur Insel Sollerön vermietet.
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Högbergsfältet 30.-31.3.2025
Das Naturreservat Högbergsfältet ist schon länger auf der Landkarte als sehenswert markiert. Diese Reise führt uns zufällig hier vorbei. Es bietet sich also an, einen Zwischenstopp einzulegen. Zum Parkplatz müssen wir über einen matschigen Waldweg fahren, zu allem Überfluss regnet es auch noch. Unglaublich aber wahr, es steht bereits ein weiteres Wohnmobil aus Deutschland da, welches sich jedoch bald aus dem Staub macht.
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Die Wanderwege in dem Natureservat, was früher eine mittelalterliche Erzmine war, sind von der Länge her überschaubar und gut ausgeschildert.
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In den Minen wurden bis 1906 Eisenerz und einige seltenere Mineralien abgebaut. Noch heute findet man Hügel aus taubem Gestein, Bergwerkseingänge sowie Überreste von Bahndämmen und Gebäuden, die aus Schlacke der Eisenerzverhüttung gebaut wurden.
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Wir wandern zunächst zum Glockenstapel und machen einen Abstecher zu geschlossenen Kapelle.
Die Vegetation auf dem Boden aus Kalkstein soll im Sommer besonders schön sein. Der Frühling hat noch nicht Einzug gehalten. Uns gefällt es trotzdem, am Ufer des Sees Yngen entlang zu laufen.
An einer Birke entdecken wir einen Chagga, der schon seit der Antike als Heilpilz eingesetzt wird. Leider hängt er so hoch, dass es unmöglich ist, ihn zu ernten.
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Das Highlight des Naturparks ist unbestritten der "Tilas Stollen", dessen Vortrieb 1767 von Grubenknechten aus Sala (wo es eine Silbermine gibt) begonnen wurde und der nach dem adeligen Berghauptmann Daniel Tilas benannt ist.
Uwe muss sich ordentlich bücken, um in das Innere vorzudringen, wo der Stollen mit mehreren Gruben von Högberget verbunden ist. Er wurde wahrscheinlich angelegt, um den Transportweg zum Verschiffungshafen am See zu vereinfachen. Eine Taschenlampe haben wir natürlich nicht dabei, aber das Handy hilft, um den Stollen bei der Durchquerung etwas auszuleuchten.
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Auf uns als Besucher wirkt die verlassene Grubenlandschaft wie aus einer anderen Welt. Die dicken Eiszapfen, das Moos an den Felswänden und der Nebel tragen zu einer mystischen Stimmung bei.
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