Deutschland - Sommerreise 2026
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Statistik
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Start
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18.6.2026
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Ende
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24.8.2026
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Gefahrene Strecke
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3100 km
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Übernachtungen
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67
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Route
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Nr.
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Ort
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Land
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Nächte
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Strecke
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1.
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Werne
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D
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1
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5 km
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2.
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Bergkamen
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D
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1
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18 km
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3.
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Höxter
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D
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3
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153 km
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4.
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Neuensorga
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D
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2
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274 km
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5.
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Bad Brambach
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D
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8
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102 km
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6.
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Borna
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D
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2
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132 km
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7.
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Bergwitz
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D
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1
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104 km
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8.
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Plau am See
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D
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2
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248 km
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9.
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Kühlungsborn
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D
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10
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96 km
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10.
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Koserow
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D
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3
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177 km
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11.
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Woltersdorf
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D
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2
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234 km
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12.
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Hohenmirsberg
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D
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1
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404 km
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13.
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Ebermannstadt
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D
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4
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25 km
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14.
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Pottenstein
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D
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4
|
21 km
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15.
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Betzenstein
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D
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4
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10 km
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16.
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Göda-Birkau
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D
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6
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320 km
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17.
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Ostrau
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D
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6
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66 km
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18.
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Woltersdorf
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D
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6
|
236 km
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19.
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Werne
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D
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494 km
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Werne 18.-19.6.2026

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Wieder mal beginnt unsere Reise auf dem Wohnmobilstellplatz von Werne. Zunächst parken wir in der Mitte mit gebührendem Abstand von dem grünen Kastenwagen und hoffen, dass uns keiner die Sicht verbaut. Doch wenig später drängelt sich der ellenlange Hymer dazwischen und verdunkelt unser großes Fenster. Damit nicht genug, er schaltet auch noch die Klimaanlage ein. Das ist nicht auszuhalten, da müssen wir tatsächlich nochmal umsetzen. Wann lernen wir endlich, dass man sich immer weit weg von Stromkästen und Sanitärgebäuden, am besten unter Bäume, wo der Satellitenempfang mies ist, hinstellen sollte?
Temperaturen von über 30°C sind für unsere Körper fast unerträglich. Die Entscheidung im Wasser Abkühlung zu suchen, ist somit schnell getroffen. Das neue Schwimmbad in Werne wurde 2019 in Betrieb genommen. Wir haben es seitdem erst einmal besucht.
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Vor allem das Solebecken hat viel von seinem alten Charme verloren. Mit Ferienresorts kennen wir uns nicht so aus, doch hier kommt man sich nun vor, wie in einer Hotelanlage in der Türkei. Das Freibad wurde zum Glück nicht verändert. Wir suchen uns ein schattiges Plätzchen auf der Liegewiese und schwimmen ein paar Runden. Zum Essen müssen wir wieder in den abgetrennten Solebereich, der auch separaten Eintritt kostet.
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Am nächsten Morgen erledigt Uwe den letzten Arzttermin und wir bummeln mal über den Markt, auch wenn gerade nichts eingekauft werden muss.
Schnell wird die Hitze wieder lästig, doch rund um das Gradierwerk bleibt es angenehm frisch. Auf einer Bank verbringen wir die Zeit, surfen im Internet und beobachten die Gänse, bevor es am Nachmittag nach Kamen-Methler zu Elke geht. Sie wohnt noch immer in dem Haus, wo wir 1990 unsere erste Wohnung in Westdeutschland bezogen haben.
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Bergkamen 19.-20.6.2026
Auf dem öffentlichen Parkplatz in der Nähe unserer früheren Wohnung quatscht uns gleich bei der Ankunft eine Anwohnerin an, dass wir hier nicht über Nacht bleiben dürften. Im Gespräch stellt sich raus, dass sie sogar einige unserer damaligen Nachbarn persönlich kennt. Wir beruhigen sie und setzen nach dem Besuch noch um, obwohl wir schon öfter auf dem Parkplatz übernachtet haben und es auch nicht verboten ist. Wir haben keine Lust mit irgendwelchen Leuten über so etwas zu diskutieren.
Der Nachmittag mit Elke, unserer früheren Nachbarin, ist trotz der Hitze sehr schön. Wir haben uns, als wir wegezogen sind, aus den Augen verloren und nun nach mehr als einem Vierteljahrhundert wieder getroffen.
Nicht weit von Kamen entfernt, in Bergkamen, kennen wir einen großen Parkplatz an einem Freizeitzentrum. An die Stelle des alten Wellenbades wurde ein schickes nagelneues Schwimmbad gebaut, welches erst im letzten Jahr eröffnet hat. Wir wussten gar nicht, dass es hier nun einen extra Wohnmobilparkplatz gibt, auf dem wir die Nacht ganz alleine verbringen. Morgens kommt ein Fahrlehrer mit seinem Motorradschützling.
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Höxter 20.-23.6.2026
Bis zum nächsten Reiseziel ist es nicht weit. Wir kommen noch am Vormittag an, doch die 50 Stellplätze an der Freizeitanlage Gondelheimer See sind an einem sonnigen und heißen Samstag natürlich alle belegt.
An der Zufahrt haben wir einen Ausweichstellplatz gesehen, der uns sowieso besser gefallen hat. Also schnell umdrehen und ab auf die Wiese. Die Camper stehen mit großzügigem Abstand und sind von einem netteren Menschenschlag als die in den Parzellen am See.
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Wir packen die Badesachen ein und radeln halb um den Badesee herum. Zum Glück sieht man am Strand immer die Gaussche Verteilungskurve. In der Mitte ist es am vollsten und zu den Rändern hin liegt kaum noch jemand im Sand.
Das glasklare Wasser erfrischt. Wir beobachten ein türkisches Brautpaar bei seiner Fotosession und die vielen SUPer, die nicht im Stehen paddeln können.
Auf die Mittsommernacht wird mit norwegischem Bier angestoßen. Danke Annett und Walter!
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In der Nacht regnet es stark und auch die Temperatur sinkt ein wenig. Am Vormittag bleibt es bewölkt, so dass wir zu einer kuzen Radtour aufbrechen. Auf dem Weserradweg geht es in südliche Richtung. Überall kriechen Schnecken herum. Wir passen auf, um sie nicht zu überfahren. Auf der anderen Seite der Weser thront das Schloss Füstenberg mit seinem Porzellanmuseum.
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In Wehrden lassen wir uns von der Fähre übersetzen. Es ist richtig faszinierend, wie simpel sie funktioniert. Ohne Motor, nur mit Kraft der Flussströmung, fährt der Ponton an einem Seil hin und her. Die Fahrt kostet 1,50 € pro Person inklusive Fahrrad. Schön, dass es so etwas noch gibt.
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Den Berg zum Schloss Fürstenberg wollen wir nicht hochstrampeln, schließlich haben wir keine E-Bikes. Wir bleiben unten am Weserufer und kommen an einer Wiese vorbei, wo die Leute früher ihre Gänse zum Grasen hingebracht haben, was sehr schön künstlerisch visualisiert ist. An einem wilden Kirschbaum pflücken wir eine Tüte voll leckerer Süßkirschen und fahren dann weiter in die Altstadt von Höxter.
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Nachdem wir auf unserer letzten Reise etwas enttäuscht waren von Holzminden, was ja direkt nebenan liegt, sind wir von Höxter sehr überrascht. Die Stadt glänzt durch ihre perfekt restaurierten Fachwerkhäuser und die vielen bunten Blumen. Heute am Sonntag sind die Geschäfte geschlossen, doch es gibt keinen Leerstand, wie in vielen anderen Städten. Die Fußgängerzone scheint noch lebendig zu sein.
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Wie wir am Morgen vom Brötchenservice erfahren haben, wird der Ausweichstellplatz am Montag geschlossen. Da bleibt uns nichts anderes übrig, als doch noch auf den parzellierten Platz am See umzusetzen. Inzwischen sind viele Wochenendgäste abgereist und wir bekommen einen Platz mit schöner Aussicht, doch es ist von der Straße und Bahnlinie, die direkt am Platz vorbei gehen, recht laut.
Zum Mittag gibt es Rentierfilet mit Moltebeeren, das wir tiefgekühlt von unserer Winterreise mitgebracht hatten. Wenn doch nur bald wieder Winter wäre, wir könnten auf diese heißen Sommertage gern verzichten. Am und im See lässt es sich den Nachmittag über jedoch ganz gut aushalten.
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Am nächsten Morgen brutzelt die Sonne, doch wir wollen nicht den ganzen Tag am Strand verbringen. Der Fahrtwind kühlt ein wenig während wir an der Weser entlang zum Schloss Corvey radeln.
2023 war Höxter Gastgeber der Landesgartenschau von NRW. Das Weserufer mit den vielen bunten Blumenkübeln, abenteuerlichen Spielplätzen und den Skulpturen am Wegesrand sieht richtig hübsch aus. Toll, dass die Anlagen weiterhin so intensiv gepflegt werden!
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Das Schloss Corvey gehört seit 2014 zum Weltkulturerbe. Den Besuch der Ausstellung heben wir uns für einen späteren Zeitpunkt auf, auch wenn die Räume wahrscheinlich klimatisiert sind.
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Nach der Rückkehr zum Stellplatz gibt es Mittag. Der Rest des Tages wird im Schatten am See verbracht.
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Neuensorga (Ortsteil von Lederhose) 23.-25.6.2026
Unsere Tour geht weiter nach Osten. Wir haben einen Stellplatz reserviert, um die Zwillinge mit an Bord zu nehmen, die von der Mama hergebracht werden. Uns gefällt der hübsch angelegte Platz ausgesprochen gut und Ronny, der Betreiber, ist auch sehr nett. Durch die Lage in einem Innenhof hört man nicht mal die Autobahn.
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Auf einem Spaziergang bis in den Hauptort Lederhose (was für ein seltsamer Name!) wirkt die Gegend recht verschlafen. Immerhin finden wir einen Aussichtsturm, mehrere Spielplätze, einen kleinen Märchenpark und sogar einen Kletterwald. Gern hätten wir irgendwo ein kühles Bierchen gezischt, doch der einzige Gasthof öffnet erst morgen wieder.
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Nur 4 km entfernt in Münchenbernsdorf liegt ein Naturfreibad. Bei Temperaturen deutlich über 30°C lässt es sich dort gut aushalten bis die Rasselbande da ist. Nach dem Umladen des Reisegepäcks ins Wohnmobil fahren wir alle gemeinsam noch einmal vom Stellplatz zum Schwimmbad.
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Bad Brambach 25.6.-3.7.2026
Auf der Fahrt ins Vogtland wird in Plauen groß eingekauft, denn der kleine Edeka in Bad Brambach gibt nicht alles her, was wir im Laufe der nächsten Woche so brauchen. Ein Abstecher nach Tschechien muss auch noch sein. Dort gibt es den Liter Diesel für 1,36 €. Bei der Ankunft auf den Stellplatz im Freibad empfängt uns Frau Riedel. Ein schönes Plätzchen, wo die Jungs auch ihr Zelt aufbauen können, ist schnell gefunden.
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Bis zum Wochenende bleibt es sehr heiß, doch mit einem Schwimmbecken vor der Nase lässt es sich gut aushalten. Wir bauen unsere Strandmuschel im Schatten auf und springen immer mal wieder ins kühle Nass.
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In den Morgen- und Abendstunden bieten einen Kegelbahn und der Beachvolleyballplatz eine willkommene Abwechslung. Gut, dass wir zwei Federballspiele dabei haben, das beherrschen die Jungs mittlerweile auch.
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Zwischendurch fahren Uwe und ich abwechselnd mit den Fahhrädern zum Therapiezentrum, um Radonbäder zu nehmen. Jetzt in der Ferienzeit ist es extrem ruhig in Bad Brambach, was uns gut gefällt.
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Gegen Ende unseres Aufenthaltes wird es kühler. Die Jungs freuen sich, dass wir auch mal das Hallenbad im Therapiezentrum besuchen. Abends von 18 bis 21 Uhr gilt ein Sondertarif von 10 € pro Erwachsenem, die Kinder dürfen kostenlos rein.
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Borna 3.-5.7.2026
Unser Eintreffen am nächsten Reiseziel ist erst zum Nachmittag angekündigt, so dass noch genug Zeit bleibt, um ein lang gehegtes Wunschziel zu besuchen. Die Göltschtalbrücke in Netzschkau liegt fast auf dem Weg und bietet sich für die Mittagsrast an. Das 574 m lange und 78 m hohe Viadukt mit seinen 98 Bögen ist die größte Ziegelsteinbrücke der Welt und wurde im Juli 1851 nach nur 5 Jahren (!) Bauzeit eröffnet. Bis heute fahren regulär Züge auf der zweigleisigen Strecke zwischen Leipzig und Hof über die Brücke.
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Bei Uwes Cousin und seiner Partnerin sind wir zu einem kleinen Sommerfest eingeladen. Es wird gegrillt und wie immer viel gequasselt.
Der Papa unserer kleinen Reisebegleiter bringt ein neues Fußballoutfit für die Jungs mit. Auch wenn Deutschland bei der WM ausgeschieden ist, freuen sie sich sehr darüber und es steht ihnen gut.
Sonntag fahren die beiden mit Papa nach Hause, so dass wir direkt in Richtung Norden weiterreisen können.
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Übernachtet haben wir wie immer auf dem Parkplatz hinter dem Landratsamt. Hier ist es an den Wochenenden wunderbar ruhig und wir haben eine schöne freie Aussicht.
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Der obligatorische Stadtbummel dauert nicht lang. Dummerweise sind wir Samstag nach dem Frühstück erst in den Supermarkt gegangen und anschließend in die Fußgängerzone. Die meisten Geschäfte schließen um 11 Uhr. Die Bürgersteige sind hochgeklappt. Mit Mühe und Not bekommen wir einen Blumenstrauß für die Gastgeberin.
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Bergwitz 5.-6.7.2026
Bis zum Treffen mit Freunden am kommenden Wochenende können wir noch ein wenig rumtrödeln. Der letzte Besuch am Bergwitzsee ist schon zwei Jahre her, so dass wir mal wieder hier stoppen.
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Das Bergwitzsee-Resort, ein herrlich gelegenener Naturcampingplatz, ist durch die ARD-Serie Verrückt nach Camping bekannt geworden. Wir übernachten diesmal jedoch auf dem preiswerteren Wohnmobilstellplatz.
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Bei unserem letzten Aufenthalt waren die Walderdbeeren gerade reif. Wir haben eine richtig große Menge gepflückt, so dass es gelohnt hat "Barbie-Marmelade" daraus zu kochen. Diesmal sind wir etwas später dran. Es gibt nicht mehr ganz so viele Erdbeeren. Entweder wurden sie gepflückt oder es sind schon welche überreif heruntergefallen. Die kurze Fahrradrunde um den See macht trotzdem Spaß.
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Im Jahr 2019, nachdem wir die ARD-Serien gesehen hatten und uns der Platz darin so gut gefallen hat, haben wir auch mal ein paar Tage mit dem Wohnmobil im Resort verbracht. Gern erinnern wir uns an die hinteren Plätze der Dauercamper. Hier durften wir den FKK-Badebereich nuzen und hatten nette Gespräche.
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Plau am See 6.-8.7.2026
Für den ganzen Tag sind Regenschauer vorhergesagt. Wir beschließen, weiter gen Norden zu ziehen. Auf dem Berliner Ring staut es mal wieder, die Umfahrung über Werder ist allerdings auch nicht besser. Die Straßen sind in schlechtem Zustand und ein geschlossener Bahnübergang hält uns auf. Letztendlich hätten wir uns auch im Stau anstellen können.
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Abends lässt der Regen nach und wir bummeln noch kurz durch die interessante Altstadt von Plau am See.
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Der urpsrüngliche Plan, uns am nächsten Tag mit dem Hop On - Hop Off Bus eine Runde um den See fahren zu lassen, scheitert daran, dass wir die Zeit aus den Augen verlieren und zur Abfahrt nicht bereit sind.
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Immerhin regnet es am Vormittag nicht, so dass Plan B zum Tragen kommt. Wir wandern auf dem Rundweg "Spur der Zaubersteine". Zunächst geht es durch den Stadtwald mit vielen Gewässern und Mücken.
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Besonders reizvoll für uns ist der Holzsteg durch den Erlenbruch im Hofstätter Moor. Auf glitschigen Planken laufen wir durch einen wunderschönen Sumpfwald mit Schwarzerlen.
Das Gebiet hat seinen Ursprung in der Eiszeit und weist einen hohen Kalkgehalt auf. Hier leben seltene Tier- und Pflanzenarten, wie Orchideen und Pilze.
Der Rückweg ist gesäumt von alten Villen und führt oft direkt am See entlang.
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Kühlungsborn 8.-18.7.2026
Das Reiseziel für das kommende Wochenende ist die Ostsee, um uns mit Freunden zu treffen. Im Herbst 2018 waren wir zum letzten Mal am Sanddornstrand bei Kühlungsborn, das ist verdammt lange her.
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Der Wohnmobilstellplatz hinter dem Bahnübergang ist bereits am Mittwoch dicht an dicht belegt. Alle müssen rückwärts in einer Reihe parken und 3 m Abstand voneinander halten. Wir stellen uns lieber auf die Fläche vor der Bahn, wo die Wohnmobile bei einem großzügigen Platzangebot längs parken. Eine unverbaubare Aussicht ist doch Gold wert, auch wenn man es weiter bis zur Ver- und Entsorgung hat, Strom brauchen wir ohnehin nicht.
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Die 3 km bis in den Ort laufen wir im Windschatten der Sträucher oberhalb vom Strand. Gefühlt fahren hunderte E-Biker in beiden Richtungen an uns vorbei. Wir kommen uns vor wie auf der Autobahn.
Zwischen Yachthafen und Seebrücke flanieren viele Füßgänger auf der Promenade. Dass es während der Haupsaison voll sein wird, war klar, doch der Trubel ist einfach nichts für uns. Wir bummeln noch kurz durch die Einkaufsstraße und kehren dann schnell auf den ruhigen Stellplatz zurück.
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Direkt vor unserem Wohnmobil steht ein Kirschbaum, von dem uns ständig die vollreifen schwarzen Kirschen anlachen. Abends fallen die Stare in Scharen über den Baum her. Uwe ist groß genug, um eine Schüssel voll zu pflücken, die ich gleich zu leckerem Kirschgelee verarbeite.
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Zufällig hören wir im Radio, dass morgen der Molli von der Mecklenburgischen Bäderbahn 140 Jahre alt wird. Zu diesem Anlass findet in Bad Doberan ein Bahnhofsfest statt. Mit den Fahrrädern sind die 11 km bis dorthin schnell zurückgelegt. Der Radweg führt überwiegend an den Gleisen entlang.
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Schon auf dem Bahnhofsvorplatz begegnen uns nostalgisch gekleidete Leute, die den Traditionszug zwischen Bad Doberan und Heiligendamm begleiten. Vor der Bahnhofshalle sind ein paar alte Trabis ausgestellt und es gibt die Möglichkeit, die Werkstatt zu besichtigen.
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Auf der Rückfahrt zum Stellplatz verlässt der Traditionszug gerade den Bahnhof von Heiligendamm.
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Am Abend knicke ich (Bianka) mit dem Fuß an einer Bordsteinkante um. Es knackt so laut, dass ich denke, mein Mittelfuß ist gebrochen. Nachts kann ich vor Schmerzen und Sorgen um unsere weiteren Pläne kaum schlafen. Ein Besuch beim Orthöpäden in Kühlungsborn lässt auf Klarheit hoffen, doch in der Praxis gibt es leider kein Röntgengerät. Ich nehme den Bus nach Bad Doberan und lasse den Fuß bei einem anderen Arzt untersuchen. Zum Glück ist nichts gebrochen. Ein kühlender Verband lindert die Schmerzen. Ich soll in den nächsten Tagen nicht so viel rumlaufen. Mir fällt ein Stein vom Herzen, unsere Grönlandreise im September ist gerettet.
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Am Wochenende besuchen uns unsere Freunde aus Norderstedt. Der Stellplatz füllt sich schon am Donnerstag, so dass wir bereits einen Tag vor ihrer Ankunft den Platz gegenüber von uns buchen und auch die 20 € Gebühr bezahlen.
Es ist traurig, dass jemand, der bis Freitagmittag arbeiten muss, keine Chance hat, am Wochenende einen Wohnmobilstellpatz an beliebten Orten zu bekommen. Diejenigen, die mobil arbeiten können, sind da ungerechterweise im Vorteil.
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Gemeinsam unternehmen wir eine Radtour in Richtung Osten. Der Strand in Heilgendamm ist gut besucht. Ein sehr schöner Streckenabschnitt führt durch den sogenannten Gespensterwald.
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In Nienhagen kehren wir in das gemütliche Strandrestaurant ein. Das Essen schmeckt lecker und die Aussicht zur Ostsee ist toll. Gut gestärkt wird der 12 km lange Rückweg zum Stellplatz angetreten.
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Auf der Ostsee herrscht reger Schiffsverkehr und auch die Radwege sind voll. Unsere vier Bio-Bikes fühlen sich ziemlich einsam unter den vielen E-Drahteseln. Wir strampeln die Kalorien lieber wieder selbst ab ;-)
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Auf dem Stellplatz gibt Uwe noch Nachbarschaftshilfe mit seinem Drehkraftverstärker. Ein Wohnmobil hat gerade neue Reifen bekommen, wovon einer schon wieder undicht ist und gegen das Reserverad getauscht werden musss. Die Schrauben wurden in der Werkstatt mit dem Schlagschrauber angezogen und lassen sich mit dem normalen Radschlüssel nicht mehr lösen. Schön, wenn man helfen kann.
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Neben unserem Wohnmobil haben wir schon bei der Ankunft einen Champignon entdeckt. Inzwischen ist er recht groß geworden und soll in die Pfanne. Leider haben wir mit der Ernte zu lange gewartet, er ist madig.
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Wie jeden Abend besuchen uns die Bachstelzen, um unter dem Kirschbaum Insekten zu sammeln, die sie wahrscheinlich zu ihren Küken bringen.
Wir warten bis die Sonne untergeht, um dann noch ein paar Reisefilme von Korsika anzuschauen.
Leider müssen unsere Freunde Sonntag um 11 Uhr den Stellplatz schon wieder verlassen. Die Betreiber sind kein bisschen kulant, dafür dass sie eine Nacht zusätzlich bezahlt haben. Schade, aber nicht zu ändern. Toll war's mit Euch!
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Als wir am nächsten Tag mit den Fahrrädern einkaufen fahren, kommen unsere Nachbarn aus Werne gerade mit ihrem Wohnmobil auf dem Stellplatz an. Gibt es solche Zufälle oder lesen sie unsere Homepage?
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Noch ist es nicht zu heiß, so dass wir eine weitere Tour unternehmen. Laufen kann ich mit meinem lädierten Fuß nicht so gut, beim Radfahren tut zum Glück nichts weh. Diesmal geht es in Richtung Westen an der Küste entlang. Auf der Promenade von Kühlungsborn müssen wir die Fahrräder jedoch kurz schieben.
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Wie auf Usedom, gibt es auch hier ein Riesenrad. Die Aussicht zum Meer und Strand ist bezaubernd, der Preis jedoch nicht, so dass wir auf eine Fahrt verzichten.
Als nächstes rückt ein schick renoviertes Hotel in den Blickpunkt, welches früher ein FDGB-Ferienheim war, in dem wir als Kinder mit unserer Mutti Urlaub gemacht haben. Zu DDR-Zeiten sah es nicht ganz so möndän aus, war aber auch schon wunderschön und ist direkt am Strand gelegen.
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Weiter geht's am Leuchtturm von Bastorf vorbei, wo die Landschaft hügelig und für Bio-Biker anspruchsvoll ist. Wir kaufen ein paar frische Kirschen am Wegesrand. Es ist immer nett, solche kleinen Stände zu finden.
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Nach etwa 1,5 Stunden erreichen wir Rerik. Der beschauliche Ort zwischen Salzhaff und Ostsee ist nicht so überlaufen wie die bekannteren Seebäder. Er hat noch ein bisschen DDR-Charme.
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Die Restaurants am Haff sehen gemütlich aus. Nach einem kurzen Spaziergang kehren wir in die Fischerhütte ein. Die Preise sind moderat, das Bier löscht den Durst und die Kutterscholle schmeckt sehr lecker.
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Etwas schwerfällig fahren wir zurück nach Kühlungsborn. Am Bahnhof West wird nochmal Halt gemacht.
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Mit Erlaubnis der Mitarbeiter dürfen wir über die Gleise, um die Diesellok von der Sonnenseite zu fotografieren.
Am Bahnhof gibt es auch ein Molli-Freiluftmuseum, welches wir recht interessant finden.
Ein längs aufgeschnittener Kessel einer Dampflok wird in allen Einzelheiten erklärt.
So etwas haben wir bisher noch nicht gesehen.
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Am Nachmittag sind wir zurück auf dem Stellplatz. Mit Kaffee in der Thermosflasche und Marabou-Schokolade geht es gleich noch an den Strand.
Das Abendessen besteht dann aus internationalen Spezialitäten: Käse aus Portugal, Trockenfleisch aus Italien, Tunnbröd aus Schweden und Rotwein aus Spanien.
Wenn man doch immer die besten Dinge aus aller Welt kombinieren könnte ...
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Den sonnigsten und wärmsten Tag der Woche verbringen wir am Strand. Die 1,5 km bis zum Strandaufgang, wo wegen der vielen Steine im Wasser nicht so viele Leute baden, sind mit den Fahrrädern schnell zurückgelegt.
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Im Laufe des Vormittags bläst es immer stärker, so dass heute auch der Windschutz erforderlich ist. Umso mehr Spaß haben die Gäste auf dem Speedboot, was auf recht kurzen Runden über die Wellen reitet.
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In der Luft ist auch was los. Wir beobachten die Möwen, wie sie im Wind gleiten und gemeinsam einen Falken verreiben. Die Bundespolizei patroulliert mit dem Heli entlang der Küste. Zum Mittag geht es kurz zurück zum Wohnmobil. Es gibt selbstgemachte Harira, eine marokkanische Suppe.
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Gegen Abend lässt der stramme Wind etwas nach und die Segler kommen in Scharen aus dem Sportboothafen. Einige scheinen gemeinsam eine kleine Regatta auszutragen. Dabei geht es ganz schön zur Sache. Segeln ist zwar kein Sport für uns, doch wir schauen gern aus der Ferne zu.
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Hin und wieder stürzen auch wir uns in die hohen Wellen. Schade, dass der Boden im Wasser mit glitschigen Steinen bedeckt ist und es sich schwer bis zu den Sandbänken laufen lässt. Man bräuchte Badeschuhe, doch die haben wir leider nicht dabei. Trotzdem gefällt es uns sehr gut hier in Kühlungsborn.
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Der Wohnmobilstellplatz ist so ruhig gelegen, dass wir himmlisch schlafen. Frühstück gibt's meistens im Freien mit Blick über's Feld. Der Hochsommer verabschiedet sich jedoch gerade. Wir gehen nicht direkt an den Strand, sondern radeln nochmal los.
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Die Strandpromenade von Kühlungsborn ist unser Ziel. Zwischen den ganzen Fußgängern darf und kann man nicht Radfahren. Ab dem Sportboothafen wird also geschoben.
Auf der Seebrücke haben wir Glück, dass gerade nicht so viele Leute da sind. Wenig später ist sie wieder gut gefüllt.
Ein Küstenschiff, wie auf der Insel Usedom, scheint hier zwischen den Seebrücken nicht zu verkehren.
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Im Wasser schwimmen Schwärme von Sandaalen. Die haben wir noch nie gesehen. Eine große Motoryacht zieht die Aufmerksamkeit der Urlauber auf sich. Man kann herrlich am Ende der Seebrücke verweilen.
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Auf dem Rückweg zum Ufer fällt uns der glattgewalzte Strand auf. Keine Ahnung, wozu das gut sein soll. Es sieht typisch deutsch aus, vielleicht eine Sandautobahn ;-) Was uns aber auffällt ist, dass am Strand und in der Stadt kein Müll herumliegt. Alles macht einen sehr gepflegten Eindruck.
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Ein kleines Stück weiter steht der alte Grenzturm, welcher an die Teilung Deutschlands erinnert. Auf den Infotafeln sind spektakuläre Fluchtversuche beschrieben. Die Bundesrepublik lag hier zum Greifen nahe.
Wer weiß, wie es uns ergangen wäre, hätte es die Wiedervereinigung nicht gegeben. Unser Leben hätten wir mit Sicherheit nicht riskiert, um aus der DDR zu fliehen. Wahrscheinlich wären wir dann entsprechend der Möglichkeiten im Ostblock herumgereist.
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Die Strandpromenade ist ganz schön lang. Immer wieder laden gemütliche Restaurants zu einer Pause vom Flanieren ein.
Strandkörbe gibt es auch in Hülle und Fülle. Wir können mit den Dingern ja nichts anfangen, sie sind für unseren Geschmack einfach nur unbequem. Da sitzen wir lieber in der Strandmuschel auf unserer Picknickdecke.
Kurz hinter dem Riesenrad endet die Promenade. Wir fahren von dort mit den Rädern zurück.
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Am Nachmittag schlägt das Wetter um. Ein Band aus Gewittern und Starkregen zieht über uns hinweg. Auf der Frontscheibe rauscht ein Wasserfall. Wir machen es uns im Wohnmobil gemütlich. Auf Regen folgt Sonne.
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An unserem letzten Tag am Sanddornstrand ist es zunächst wechselhaft. Immer wieder ziehen Schauer durch, zeitweise scheint die Sonne.
Uwe pflückt zum vierten Mal eine Schüssel von den leckeren Kirschen. An den sonnigen Tagen konnten sie gut nachreifen. Insgesamt elf Gläser Gelee habe ich aus dem Saft eingekocht.
Eine weitere Schüssel voll Kirschen nehmen wir mit, um damit Likör anzusetzten, sobald wir geeigneten Alkohol gekauft haben.
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Zum Mittag gibt es gebratenes Hähnchenfleisch mit Reis und Curry-Früchte-Soße. Das essen wir sehr gerne.
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Der Riesenberg Abwasch bleibt nach dem Essen einfach stehen und wir fahren zum Strand.
Trotz der schwülen Wärme und Windstille ist das Wasser recht kalt. Wahrscheinlich hat es der starke Wind gestern zu sehr aufgewühlt. Wir springen zur Erfrischung trotzdem mal rein und beobachten die eleganten Quallen.
Gegen Abend braut sich am Himmel was zusammen, so dass wir lieber den Rückweg zum Stellplatz antreten.
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Koserow 18.-21.7.2026
Bis zur Insel Usedom rechnen wir mit zwei Stunden Fahrzeit. Unterwegs muss noch getankt werden, was länger dauert als gedacht. Mit den neuen Regeln zur Änderung des Spritpreises bilden sich um halb zwölf mitunter Schlangen an den Tankstellen, vor allem hier im Urlaubsverkehr.
Wir wissen, dass die Brücke über den Peenestrom um 12:45 Uhr für 30 Minuten geöffnet wird und fahren im letzten Moment noch drüber. Wahrscheinlich ist die Ampel direkt nach uns angegangen.
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Die Reservierung auf dem Wohnmobilstellplatz im Autokino wäre nicht unbedingt nötig gewesen, durch das eher schlecht angesagte Wetter ist noch genug Platz. Auf der Rasenfläche steht man ganz gut. Den Lärm von den beiden Straßen und der Bahn in direkter Nachbarschaft blenden wir aus, vielleicht wird es nachts ruhig.
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Meist nutzen wir die Dusche in unserem Wohnmobil, doch in Kühlungsborn war es auch ganz angenehm im Container zu duschen. Dadurch musste Uwe weniger Frischwasser ranschleppen und der Abwassertank war nicht so schnell voll.
Hier gibt es nur eine Dusche für alle Stellplätze. Der Zugang wird offenbar über den Preis reguliert. 2 € sind echt heftig, noch dazu, wenn man die Dusche nicht zu zweit nutzen darf. Bei einem Preis von 25 € pro Nacht für den Stellplatz plus 7,40 € Kurtaxe für 2 Personen finden wir das ziemlich unverschämt.
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Egal, regen wir uns nicht auf, sondern gehen lieber an den Strand, der nur wenige Meter vom Stellplatz entfernt liegt.
Im direkten Vergleich zu Kühlungsborn sind wir hin- und hergerissen, wo es uns besser gefällt. Der feine Sand hier auf Usedom hat Vorteile gegenüber der steindurchsetzten Küste weiter westlich, doch das Meer sieht schmutzig aus.
Die Kombination aus ruhigem und kostengünstigem Stellplatz mit glasklarem Wasser hat die Nase vorn.
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Wir schlafen besser als erwartet, träumen aber beide ziemlichen Quatsch. Um zum Strand zu gehen, ist es zu wolkig. Eine Radtour zu Karls Erdbeerhof macht ja auch Spaß. Wir schlendern eine Runde durch die Markthalle und über das Freigelände. Für Kinder und Leute, die gern Schnickschnack kaufen ist es ein Paradies, für uns nur schön anzusehen.
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Dann geht es zur Seebrücke von Koserow, die wir gestern schon aus der Ferne gesehen haben. Gerade legt eines der Adler-Küstenschiffe ab. Wir haben den Eindruck, dass wenig Leute an Bord sind.
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Eine Blaskapelle spielt auf der Promenade und an den Salzhütten werden Räucherfisch und Fischbrötchen verkauft.
Wir möchten gern in ein Restaurant gehen, doch der "Backfischking" als Platzhirsch sagt uns nicht zu.
Tante Google empfiehlt ein Strandrestaurant in Kölpinsee. Das ist nicht weit weg also nix wie hin. Unterwegs lachen uns die reifen Himbeeren im Wald an. Ein kurzer Halt zum Naschen muss sein.
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Die Speisekarte vom Restaurant Alexander im Strandhotel Seerose gefällt uns ausgesprochen gut. Die Preise lassen auf gehobene Küche hoffen. Die Wahl fällt schwer, wir entscheiden uns für gesottenen Kalbstafelspitz mit grünem Olivensud, fruchtiger Pfirsichpolenta, Soffritto (Wurzelgemüsecreme) und Rauke.
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Der Ausblick zur Ostsee begeistert uns. In der Ferne zieht ein traditioneller Zweimaster vorbei und die TT-Line (unsere Fährgesellschaft, mit der es immer nach Schweden geht) steuert den Hafen von Swinemünde an. Uwe ist kein Liebhaber von Nachtisch, doch ich kann der Sanddorn-Mascarpone-Creme mit Orangen-Ragout, Amarettini und Himbeersorbet nicht widerstehen.
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Wir haben lange nicht so gut gegessen und rollen zufrieden durch den schönen Küstenwald zurück.
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Der Sonnenuntergang wird leider von Wolken getrübt, die Lichtstimmung am Strand ist trotzdem magisch.
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Am Sonntag kommt Uwes Schwester mit ihren Enkelkindern an die Ostsee. In einer Regenpause radeln wir zu ihnen nach Zinnowitz und quasseln ein bisschen in der Ferienwohnung. Auf dem Rückweg werden wir nass.
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Dafür herrscht am nächsten Tag herrliches Strandwetter, was wir alle voll auskosten. Die See ist rau, der Wind stramm und die Wellen sehr hoch. Die einen chillen im Strandkorb, die anderen in der Strandmuschel.
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Abends geht's zu Italiener "Da Rico". Schon lustig, wenn man weiß, dass der Papa von den Jungs Enrico heißt und Rico gerufen wird. Nach dem Essen radeln Uwe und ich noch zur Seebrücke in Zinnowitz. Die Tauchgondel taucht gerade ab. In der Konzertmuschel wird Live-Musik gespielt. Es herrscht Urlaubsstimmung.
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Woltersdorf 21.-23.7.2026
Mit einem großen Einkaufsstopp in Wolgast geht die Reise weiter zu unserem Saisoncampingplatz, den wir vor etwa zwei Monaten verlassen haben. Dementsprechend hoch steht das Gras und auch die Hecke vom Nachbarn hat ganz schön ausgeschlagen. Nach einer Stunde Arbeit sieht alles wieder gut aus. Zwischendurch kommen einige Campingnachbarn zu einem Schwatz vorbei, es wird hier nie langweilig.
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Zum Abschied laden uns Uwes Sohn und seine Partnerin mit den Kindern zum Abendessen beim Asiaten ein. Morgen beginnt die Sommereise während der Kita-Schließzeit, es geht in die Fränkische Schweiz.
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Hohenmirsberger Platte 24.-25.7.2026
Wir holen die Jungs am letzten Kita-Tag mittags ab und fahren zum Aussichtsturm auf der Hohenmirsberger Platte. Auf dem Parkplatz stehen noch weitere Wohnmobile, es scheint ein beliebter Nachtplatz zu sein. Vom Turm haben wir eine gute Aussicht zum benachbarten Steinbruch und zum kleinen Dorf Hohenmirsberg.
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Die Infotafeln beim Turm lassen die Jungs ahnen, welche Überraschung auf sie wartet. Im Frühjahr, auf der Rückfahrt vom Skifahren, hatten wir in Pottenstein gestoppt und Ammoniten gekauft. Daraufhin wollten sie unbedingt mal selbst Fossilien klopfen. Nun ist es soweit.
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Der Klopfplatz öffnet bei trockenem Wetter an jedem Wochenende. Bei unserer Ankunft ist er bereits gut besucht. Es gibt eine Erfolgsgarantie, dass man Fossilien findet. Uwe und die Jungs machen sich sofort ans Werk. Der erste Fund lässt nicht lange auf sich warten. Das Gestein ist reich an Fossilien, man muss sie nur vorsichtig mit dem Hammer freilegen und dann in Wasser abwaschen.
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Der sehr nette und fossilenkundige Betreiber hilft dabei, die Funde, wie die besonders große Nautilus links, zu bestimmen. Fossilien, die Katzengold eingelagert haben und dadurch sehr hart sind, bearbeitet er mit einer Messingbürste bis sie toll glänzen. Man merkt, dass er Freude an der Betreuung des Platzes hat.
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Ebermannstadt 25.-29.7.2026

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Die nächste tolle Überraschung wartet nur wenige Kilometer entfernt auf die Jungs. Wir checken auf dem Campingplatz in Ebermannstadt im Ortsteil Rothebühl ein.
Die Versorgung mit frischem Obst ist direkt auf dem Platz gesichert, den Supermarkt erreichen wir leicht mit dem Fahrrad.
Zum nahegelegenen Freibad bedarf es nur eines kurzen Fußmarsches, was bei Temperaturen um die 30°C sehr angenehm ist.
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Bei der Fränkischen Dampfeisenbahn herrscht nur 2x pro Monat Dampflokbetrieb zwischen den Orten Ebermannstadt und Behringersmühle, sonst fahren Dieselloks.
Wir haben Glück und sind an einem passenden Sonntag dort. Es empfiehlt sich, die Fahrkarten vorab online zu bestellen.
Mit den Rädern geht es zum Bahnhof. Vor der Abfahrt des Zuges können wir noch das Ankoppeln der Lok beobachten.
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Eigentlich haben wir Sitzplätze in einem alten Waggon der Deutschen Reichsbahn, doch die Jungs wollen lieber auf der Plattform direkt hinter der Lok stehen. Also bleibe ich beim Gepäck und Uwe geht mit nach vorne.
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Die Fahrt entlang des Flüsschens Wiesent ist beschaulich und führt durch eine wunderschöne Landschaft, die uns ein bisschen an das Altmühltal erinnert. Die Kajakfahrer winken den Leuten in der Bahn zu und umgekehrt. Es herrscht eine nette Atmosphäre. Mit mehreren Zwischenstopps kommt der Zug nach einer Stunde Fahrzeit in Behringersmühle an.
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Wir wandern über den Felsensteig hinauf nach Gößweinstein und besuchen die Burg. Diese ist mehr als 1000 Jahre alt und kann gegen ein kleines Einrittsgeld auf eigene Faust erkundet werden.
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Vorbei am Ziehbrunnen geht es in das romantische Zimmer, das Kellergewölbe und ins Verlies, was sehr interessant für die Jungs ist.
Wir schauen uns die Kemenate und die ehemalige Burgschänke an, bevor wir in die Kapelle mit ihrer wunderschönen Wandbemalung gelangen.
In der Burg ist wenig abgesperrt, man kann alles hautnah erleben. Teilweise sieht es aus, als wäre sie noch bewohnt. Uns gefällt der Rundgang sehr.
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Zum Abschluss gibt es für die Kinder Eis und für uns ein kühles lokales Bier mit bester Aussicht zur Basilika.
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Im Ort findet gerade die 950 Jahrfeier von Gößweinstein statt. Wir hören schon von weitem die typisch Bayerische Musikkapelle und mischen uns unters Volk. Der Langos schmeckt lecker, die Jungs gewinnen am Glücksrad und sind fasziniert von der Töpferin.
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Die Zeit läuft viel zu schnell. Wir schaffen es gerade noch, die reich verzierte Basilika anzuschauen bis es wieder über den Felsensteig zum Bahnhof hinunter und mit dem Dampfzug zurück nach Ebermannstadt geht.
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Das Ausflugsziel am nächsten Tag liegt nicht weit vom Campingplatz entfernt. Wir radeln nach Streitberg. Unterwegs wird am Sonnenblumenfeld ein Fotostopp gemacht. Im Ort finden wir einen kleinen Brunnen mit glasklarem Wasser in dem Quitscheentchen schwimmen. Zwei Angeln laden die Kinder zum Verweilen ein. Was für eine simple, aber schöne Idee, die kaum etwas kostet und so viel Freude bringt, einfach toll!
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Die Fahrräder haben wir am Bahnhof stehengelassen und sind zu Fuß zur Binghöhle hinaufgelaufen. Nach einer sehr interessanten Einweisung dürfen wir mit ein paar wenigen weiteren Besuchern die Höhle erkunden.
Schmale Gänge führen durch sehr schön beleuchtete Tropfsteingallerien. Die weißen Stalagmiten sind eine Besonderheit und auch eine so intensive Lampenflora aus Mosen und Farnen, wie hier, sieht man selten in der Dunkelheit. Wir sind extrem beeindruckt und erklären die Höhle zu einer unserer liebsten.
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Auf dem Rückweg liegt kurz vor dem Campingplatz einen Gemüsestand mit Kasse des Vertrauens, wo wir noch ordentlich zuschlagen, Gartengemüse schmeckt immer lecker.
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Anschließend geht's ins Freibad. Am Ende des Tages springen die Jungs zum ersten Mal vom 3er, verrückt!
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Pottenstein 29.7.-2.8.2026
In Pottenstein waren wir bereits zweimal mit den Kindern auf der Durchreise aus dem Skiurlaub. Jedes Mal wollten sie hier gern länger bleiben, nun ist es soweit. Im Sommer wird der Wohnmobilstellplatz allerdings stark frequentiert, deshalb setzen wir mitten in der Woche dorthin um und haben Glück, eine der begehrten schattigen Einzelparzellen zu bekommen.
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Nach wie vor gibt der Hochsommer Vollgas. Es herrschen weiterhin um die 30°C. Zum Felsenbad müssen wir vom Stellplatz aus einige Höhenmeter absteigen. Dann erfrischt uns das klare kühle Gebirgswasser.
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Um 19 Uhr schließt das Bad und wir tippeln wieder den Berg hinauf. Während die Erwachsenen die Badesachen zum Trocknen aufhängen beschäftigen sich die Kinder eigenständig. Spielzeug ist genug dabei.
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An einem nicht ganz so heißen Tag wandern wir zur Teufelshöhle. Einer der kleinen Höhlenforscher wollte seine Matschhose anziehen, wie die richtigen Höhlenforscher. Wir haben ihn dann überzeugt, nur die dünne Windjacke zu tragen, um nicht so sehr zu schwitzen. Natürlich geht es erst wieder bergab.
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Die Jungs nutzen jede Gelegenheit, um ein bisschen zu klettern. Leider ist es zu heiß, um auf dieser Reise einen richtigen Klettersteig zu besuchen, was wir eigentlich vorhatten.
Die Höhle ist im Vergleich zu der kleinen Binghöhle viel zu sehr kommerzialisiert. Die Gruppen für die Führung sind sehr groß und viele Tropfsteine wurden mit Gittern umhaust, damit sie niemand berührt.
Am interessantesten finden wir das Skelett eines Höhlenbären.
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Gleich gegenüber vom Stellplatz liegt der Erlebnisfelsen. Hier gibt es viele kostenpflichtige Attraktionen, wie Sommerrodelbahnen, Trampolins, einen Skywalk und kleine Fahrgeschäfte. Die Jungs verstehen sehr gut, dass viele dieser Dinge völlig überteuert sind. Sie haben genug Spaß auf dem frei zugäglichen Spielplatz. Wenn die beiden groß genug sind, um ohne Erwachsenen auf der Sommerrodelbahn zu fahren, können sie es gern tun.
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Betzenstein 2.-6.8.2026
Nur 10 km liegt der nächste Campingplatz entfernt. Auf Nachfrage können wir am Vormittag anreisen.
Die Jungs bauen ihr Zelt auf. Wir erledigen den Rest: Spielzeugkisten ins Fahrerhaus räumen, Tische und Stühle aufbauen, Kinderfahrräder aus der Heckgarage raus, Kindersitze rein ...
Das nimmt einige Zeit in Anspruch.
Mittag essen wir im nahegelegenen Freibad.
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In Pottenstein gab es leider keine Sprungtürme, dafür stehen hier umso mehr. Die Gelegenheit wird genutzt, um verschiedene Sprungtechniken vom 3er zu probieren und mit dem 5er zu liebäugeln.
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Vom Baden sind wir mächtig hungrig. Nach dem Abendessen muss dann noch gespielt werden.
Neuerdings ist "Mau Mau" angesagt. "Mensch ärgere dich nicht" geht sowieso immer. Die beliebten LEGO-Steine werden bis zum Einbruch der Dunkelheit verbaut.
Wir sind jedesmal erstaunt, wie grenzenlos die Phantasie der Kinder ist. Sie denken sich immer wieder neue Konstruktionen aus und spielen stundenlang damit.
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Vormittags ist es noch nicht so heiß, so das wir auch mal zu einer kurzen Wanderung aufbrechen.
Im schattigen Wald üben wir den Umgang mit der Karte und finden den richtigen Weg zum Hexentor.
In der Umgebung der spektakulären Felsformation gibt es viele Gelegenheiten zum Klettern und ein enges Felsloch, welches nur Kinder durchsteigen können.
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Die Jungs wollen dann sogar noch ein paar Kilometer weiter laufen, um das Wassersteintor anzuschauen.
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Unterwegs gibt es viel zu entdecken. Die beiden sammeln wie immer Stöckchen, pflücken ein paar Marillen, stecken Stroh in die Hosentaschen und erfreuen sich an den Pflanzen und Insekten. Wir sind sehr glücklich über ihre Naturverbundenheit.
Da das Restaurant auf dem Campingplatz Ruhetag hat und die Omi nicht kochen möchte, müssen wir wieder mit Junkfood im Freibad vorlieb nehmen.
Das ist jedoch kein Problem, weil für das silberne Schwimmabzeichen geübt und dabei alles wieder abtrainiert wird.
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Die 5 m - Marke bei den Sprungtürmen ist nun auch geknackt. Der erste Sprung hat Überwindung gekostet, doch dann geht es Schlag auf Schlag immer wieder von oben runter. Die Jungs springen sehr ordentlich und sicher, sonst hätten wir ihnen das nicht erlaubt. Am nächsten Tag, nachdem die Mama die Videos von den ersten Sprüngen gesehen hat, ist der Spaß vorbei. Sie möchte nicht, dass die Kinder vom 5er springen.
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Große Lust in den Ort zu gehen, haben die Stippies nicht. Wir können sie trotzdem motivieren und spätestens auf dem tollen Spielplatz sind sie uns dankbar dafür. Das überdimensionale "Mensch ärgere dich nicht" ist wie der Entenbrunnen in Streitberg ein schönes Beispiel, wie man mit einfachen Mitteln viel Freude bringen kann. Wir hätten dort stundenlang spielen können.
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Betzenstein selbst ist ziemlich ausgestorben, wie viele andere Orte in der Fräkischen Schweiz leider auch. Es gibt keine Restaurants, die mittags geöffnet haben, und auch keinen Supermarkt.
Dafür floriert der Fleischer, wo man ein kleines Lebensmittelsortiment, leckere Hausmannskost als Tagegericht und einige Snacks bekommt.
Viele Einheimischen stehen mit ihren Kochtöpfen im Laden und holen sich die Suppe mit Innereien, die aktuell auf dem Speiseplan steht.
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Wir entscheiden uns für Minipizzen, Würstchen und Leberkässemmeln.
Was die regionalen Speialitäten sind, müssen die Jungs noch lernen. Die Semmeln haben ihnen besser geschmeckt als die Pizza ;-)
Zum Abschluss schauen wir uns die Kirche an, dann wird es Zeit für eine Abkühlung.
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Auf dem Weg in den Ort hatten wir bereits die Badesachen im Freibad deponiert, so dass wir direkt dorthin gehen können. Es wird wieder viel gerutscht, gesprungen, geschwommen und auf der Decke gespielt. Erkennt beim Spielzeug jemand den Traualtar, die Hochzeitstafel und die Hochzeitskutsche? Wir ja, tolle Phantasie!
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Göda-Birkau 6.-12.8.2026

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Das Ruheparadies bei Bautzen ist unser letztes Reiseziel gemeinsam mit den Jungs. Die beiden freuen sich sehr darauf, denn hier waren wir schon einmal mit ihnen. Doch erst die Arbeit und dann das Vergnügen.
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Das Wasser im Pool hat eine angenehme Temperatur, Milane kreisen über uns, die Kaninchen freuen sich über eine Extraportion Löwenzahn und ein neues Trampolin ist auch da. Die Kinder sind froh und glücklich.
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Abends denken wir immer, dass sie doch müde sein müssten von den ganzen Aktivitäten, aber weit gefehlt, dann drehen sie nochmal richtig auf, so wie hier beim Handstand.
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Am Samstag sind die zwei Wochen Sommerreise mit den Enkeln vorbei. Sie werden von ihrer Mama abgeholt und wir können uns im Ruheparadies entspannen. So schön die Zeit mit den beiden immer ist, es bleibt doch auch anstrengend. Sie fordern unsere Aufmerksamkeit mehr oder weniger rund um die Uhr. Wir stellen unsere eigenen Bedürfnisse gern zurück, damit es den beiden gut geht und sie viel Spaß haben.
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Am Sonntag besuchen uns Uwes Tante und Onkel aus Hoyerswerda. Wir trinken Kaffee und schwatzen ein wenig. Spät nachmittags machen wir noch einen Spaziergang zum Blumenfeld, wo man sich für wenig Geld schöne bunte Sträuße schneiden kann.
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An unserem letzten Tag auf diesem Stellplatz wird es sehr windig und auch kühler. Das ist eine gute Gelegenheit, um mal mit den Räden nach Bautzen zu fahren. Auf der Hinfahrt schiebt der Rückenwind.
Vor einigen Jahren waren wir schon einmal mit unseren Freunden aus Norderstedt hier und haben die Stadt in sehr guter Erinnerung.
Das Wetter ist genauso wunderbar wie damals und die Altstadt strahlt in ihrem Glanz.
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Wir schlendern durch die Gassen, besuchen den Wochenmarkt mit seinem reichhaltigen Angebot, kaufen ein paar Leckereien und spazieren hinunter zur Spree. Uns gefällt es in Bautzen ausgesprochen gut.
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Um zum Mittagessen nicht wieder vor verschlossenen Türen zu stehen, recherchieren wir schon vorher im Internet, welche Lokale geöffnet sind und was sie auf der Speisekarte haben. Das Sorbische Restaurant "Wjelbik" macht das Rennen. Die Senfsuppe mit porchiertem Ei, die mit Kalbfleisch gefüllte Rinderoulade und die gebackenen Sommerfrüchte mit Sabayone, Butterstreusel und Krokanteis schmecken hervorragend.
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Zum Abschluss klingt der erlebnisreiche Tag auf dem Stellplatz aus. Morgen geht es ins Elbsandsteingebirge.
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Ostrau 12.-18.8.2026
Der nächste Zwischenstopp dieser Reise liegt nah an der Grenze zu Tschechien. Die Gelegenheit wird genutzt, um günstig zu tanken. Der Diesel kostet pro Liter 40 Cent weniger als in Deutschland. Bei fast 100 Liter, die wir tanken, lohnt sich der kleine Umweg von ca. 14 km.
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Danach geht's zum Campingplatz "Ostrauer Mühle" im Kirnitzschtal. Die Rezeption ist nicht besetzt, aber wir bekommen telefonisch unsere Platznummer mitgeteilt und können es uns gemütlich machen.
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Lang ist der letzte Besuch im Elbsandsteingebirge her. Laut unseren Aufzeichnungen waren wir im Oktober 2013 hier und davor im Oktober 2000. Offenbar schaffen wir es nur alle 13 Jahre.
Auf dem weitläufigen Gelände gibt es viele lauschige Plätzchen, direkt am Wasser oder auf gepflegten grünen Terrassen.
Ein Kiosk versorgt uns mit frischen Brötchen und ein Resaurant lädt ebenfalls ein. Es fehlt an nichts.
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Mit der Gästekarte können wir direkt gegenüber in die historische Kirnitzschtalbahn steigen. Sie bringt uns in einer Viertelstunde ins Stadtzentrum von Bad Schandau.
Der historische Personenaufzug, den wir gestern im Vorbeifahren schon gesehen haben, ist unser erstes Ausflugsziel.
An der Kasse herrscht ein wenig Andrang, doch wir müssen nicht lange warten, um die Aussicht genießen zu können.
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Ein gut ausgebauter Weg führt zu dem Örtchen Ostrau, wo prächtige Holzvillen am Berghang stehen. Einen kleinen Skywalk, den kein Mensch braucht, gibt es auch. Lohnenswert ist der Rastplatz "Schrammsteinblick", allerdings eher gegen Abend, bei besseren Lichtverhältnissen als mittags.
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Direkt am Aufzug liegt eine kleine Baude. Wir erfrischen uns mit einem Getränk und fahren wieder runter. Zum Restaurant "Tilia" ist es nicht weit. Das hatten wir uns auf dem Hinweg für's Mittagessen ausgeguckt.
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Inzwischen brutzelt die Sonne wieder kräftig vom Himmel. Nach einem kurzen Abstecher zur Anlegestelle an der Elbe fahren wir zurück zum Campingplatz und verbringen den restlichen Nachmittag im Schatten. Die Elbe hat Niedrigwasser deshalb fährt das Wanderboot nicht. Die Ausflugsdampfer sollen jedoch in Betrieb sein.
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Am nächsten Morgen nehmen wir die Bahn in die andere Richtung zum Lichtenhainer Wasserfall.
Dieser funktioniert nur dank einer Stauanlage, an der alle halbe Stunde das Wehr gezogen wird. Für etwa eine Minute rauscht dann das Wasser und der Fall sieht sehr schön aus.
Wir starten von hier zu einer kurzen Wanderung, bevor die Temperaturen wieder auf 30°C steigen. Durch den schattigen Wald geht es zum "Kuhstall", einer mächtigen Felsenhöhle.
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Das Felsmassiv, in dem der "Kuhstall" liegt, ist der 336 m hohe Wildenstein.
Auf diversen Treppe und Pfaden ist die Besteigung und Durchquerung der Felsen möglich.
Wir klettern über die schmale Himmelsleiter in einer engen Felspalte hinauf und genießen die Aussicht. Durch eine nicht viel breitere Spalte geht es wieder hinunter.
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Mit einem Abstecher zu Schneiderloch führt der Weg entlang der sonnigen Felsseite zurück zum Wasserfall.
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Die ganze Runde war nur 4 km lang und hat 1,5 Stunden gedauert. Durch den leichten Höhenunterschied war es trotzdem ein wenig anstrengend. Das Essen im gemütlichen Gastraum des Hotels haben wir uns verdient. Uwe entscheidet sich für gepöckelte Rinderzunge mit Meerettich und Klößen, bei mir gibt es ein leckeres Omlette mit Pfifferlingen und Tomaten.
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Gut gestärkt fahren wir mit der Straßenbahn bis nach Bad Schandau durch und gehen dort noch einkaufen. Lange ist es in der Stadt jedoch nicht auszuhalten. Auf dem Campingplatz spüren wir die Nähe des Flüsschens, welches die Luft merklich abkühlt. Im Schatten sitzt es sich sehr angenehm.
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Frühstück gibt's in der Sonne. Die Nächte sind angenehm frisch, doch die Temperatur steigt schon bald.
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Für heute sind 35°C vorhergesagt. Wir gehen trotzdem im schattigen Wald wandern. Von der Tramhaltestelle "Nasser Grund" folgen wir zunächst einem breiten Radweg bis wir auf einen mit Sandsteinen "gepflasterten" Waldweg gelangen. Wenig später führen Stufen steil berauf, wo die erste schöne Aussicht wartet.
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Zwei Kletterer sprechen uns an und erzählen von der Sonnenfinsternis als hier rundherum sehr viele Profifotografen gestanden haben, um das perfekte Bild zu machen.
Die beiden mussten ab 19 Uhr auf dem Falkenstein stehen, um Motiv in einem atemberaubenden Film zu sein, den sie uns auf dem Handy zeigen.
Das Abseilen in der Dunkelheit war abenteuerlich. Sie freuen sich auf die Filmvorführung, wo sie live, wie auf dem Felsen, singen werden.
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Wir wandern weiter und haben Spaß an der abwechslungsreichen Wegführung auf der Affensteinpromenade. Mal geht's über Felsen, dann wieder steinige Waldpfade entlang und stets treppauf treppab.
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Den Abstecher zum Aussichtspunkt auf dem Carolafelsen nehmen wir auch noch mit. Am Wochenende ist der ein beliebtes Ausflugsziel. Wir finden trotzdem ein freies Plätzchen, um die Kletterer zu beobachten.
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Beim Abstieg zurück ins Kirnitzschtal wird es nochmal spannend. Einige Passagen sind wie ein Klettersteig gesichert. Die Familie vor uns hat sogar Klettersteigsets angelegt, benutzt wird es allerdings nur von dem Kind, was durchaus sinnvoll ist. Schwindelfrei sollte man hier schon sein. Uns gefällt die kurze Klettereinlage.
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Der weitere Abstieg bleibt steil und geht durch ein trockenes Bachbett. Bei Starkregen strömt hier sicher Wasser ins Tal. Immer wieder liegen Baumstämme kreuz und quer über dem Weg. Uwe meint unterwegs sogar, dass es lebensgefährlich wäre, hier entlang zu gehen. Womit er Recht hatte, denn unten am Zustieg steht ein Schild, welches auf die Gefahren hinweist. Interessant, dass oben nix davon erwähnt wird ....
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Der Radweg führt uns zurück zur Straße, nun sind wir hungrig. Aus Bequemlichkeit schaut keiner nach, wann die nächste Straßenbahn fährt. Wir laufen einfach in Richtung Forsthaus. Kurz vor der nächsten Station ist die Bahn zu hören. Wir sputen uns ein wenig und steigen an der Schneiderweiche zu. Das erspart ein ganzes Stück, was wir sonst noch hätten an der Straße entlang laufen müssen.
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Das Essen schmeckt auch hier vorzüglich. Es gibt Spinatknödel und Wildgulasch, zum Nachtisch Crème Brulée. Laufen wollen wir nicht mehr. Die Kirnitzschtalbahn bringt uns zum Campingplatz.
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Am nächsten Morgen regnet es, eine gute Gelegenheit, um Brot und Kuchen zu backen und was zu kochen.
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Mittags scheint wieder die Sonne. Es ist noch nicht zu spät für einen Ausflug. Der Wanderbus bringt uns in einer halben Stunde nach Hinterhermsdorf.
Wir schauen uns die Freizeitanlage mit dem kleinen Schwimmteich an und schlendern durch den Ort.
Die Heimatstube ist am Wochenende geöffnet. Ein netter Mann lädt uns ein, sie zu besichtigen, was wir gerne tun. Viele der ausgestellten Dinge kennen wir noch von den Großeltern aus unserer Kindheit.
Schöne Erinnerungen!
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Unser Wanderziel ist die Obere Schleuse. Wir folgen den Wegweisern und laufen zunächst an einer Straße entlang zum Wanderparkplatz. Auf einem breiten Schotterweg geht es weiter, nicht gerade schön.
Nach einem kurzen Abschnitt auf Waldwegen folgt eine Waldstraße, wieder Schotter. Als wir an der Bootsanlegestelle ein Paar wiedertreffen, was viel langsamer unterwegs war, fragen wir uns welchen Weg sie genommen haben. Angeblich war es der gleiche blau markierte, aber das kann nicht sein.
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Egal, wir kaufen Tickets für die Kahnfahrt durch die Kirnitzschklamm und versuchen nachher einen besseren Rückweg zu finden. Das Boot legt etwas später ab als geplant, ob das mit der Abfahrt unseres Busses passt?
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Landschaftlich ist die Fahrt sehr schön und der Kahnführer erzählt auch interessante Dinge. Leider verstehen wir kaum was davon, weil die Eltern heutzutage ihre Kinder machen lassen, was sie wollen. Sie hampeln die ganze Zeit rum und quatschen ständig dazwischen. Ein Kind ist besonders nervig. Es sagt dem Papa andauernd, dass es Durst hat. Nur Papa hat nix zu trinken mit und will dem Kind das scheinbar auch nicht klarmachen.
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Die Fahrt dauert nur 20 min statt der angekündigten halben Stunde (ein bisschen Touristennepp).
An einer Staumauer steigen alle aus. Von hier gibt es zwei Wege zum Herrmannseck, einen bequemen und einen engen steilen. Wir entscheiden uns für den zweiten.
In der Felspsalte schleift mein Rucksack an den Wänden und Uwe bleibt einmal mit den Schultern hängen, so eng ist es, aber spannend.
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Später kommen wir wieder auf den Schotterweg und finden tatsächlich einen kleinen Abschneider, um uns die Waldstraße zu ersparen. Wir haben sogar noch Zeit, um unterwegs Brombeeren zu pflücken.
Kurz bevor der Bus abfährt, kommen die Familien mit den grauenhaften Kindern angehetzt. Wir hatten gehofft, sie los zu sein.
Nun lassen wir sie zuerst in den langen Gelenkbus einsteigen und setzen uns ganz vorne hin, weit weg von Lärm und Zappelei.
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Am 17. August feiert Uwe seinen 70. Geburtstag.
Eine große Party will er nicht machen. Trotzdem habe ich unseren Wohnmobilfreunden verraten wo wir sind, falls ihn jemand überraschen möchte. Leider hat es zeitlich bei keinem gepasst, spontan hierher zu kommen, so feiern wir zu zweit.
Ab einem gewissen Alter sind andere Dinge wichtiger als materielle Wünsche, doch der obligatorische Lakritzmix als Geschenk sorgt noch immer für leuchtende Augen.
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Die Wettervorhersage verheißt nix Gutes, dennoch brechen wir zu einem kleinen Ausflug auf.
Ursprünglich wollten wir mit dem Raddampfer nach Pirna fahren, doch dann entscheiden wir uns für den etwas später abfahrenden Bus. Mit dem Schiff soll es zurückgehen.
Am Schiffsanleger erfahren wir dann, dass derzeit keine Dampfer fahren, obwohl in Bad Schandau damit geworben wird, dass sie bei Niedrigwasser verkehren.
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Was soll's, dann nehmen wir nachher wieder den Bus. Der ist schneller und mit der Gästekarte kostenlos. Doch zunächst machen wir einen Altstadtbummel. Das vom Regen glänzende Pflaster hat ja auch seinen Reiz.
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Auf dem Marktplatz steht ein Infomobil des Bundestages. Wir finden es jedoch nicht besonders spannend. Kaum wieder draußen verfinstert sich der Himmel. Wir brauchen ganz schnell eine Bleibe zum Mittagessen.
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Plötzlich setzt Platzregen ein. Wir flüchten in das Restaurant "Funkenhöfchen" und werden nicht enttäuscht. Das Ambiente ist genau nach unserem Geschmack und auch das Bergsteigerrösti mit Schweinefiletspitzen in Rahmchampignons und die Bouletten mit Rotkraut und Klößen schmecken sehr gut.
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Zum Kaffee sind wir zurück auf dem Campingplatz. Die Geburtstagstorte für Uwe habe ich gestern schon gebacken.
Es regnet weiter. Nur gut, dass niemand zu Besuch gekommen ist, wir hätten heute nicht mal zusammen draußen sitzen können.
Den Abend lassen wir im Wohnmobil ausklingen. Uwe nimmt seine Glückwünsche per Telefon entgegen. Das neue Lebensjahr fängt ganz geruhsam an.
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Woltersdorf 18.-24.8.2026
Die Einschulung der Enkelkinder naht, wir sind auf unserem Dauercampingplatz.
Nach nur vier Wochen Abwesenheit ist diesmal kein Arbeitseinsatz erforderlich. Wir können es uns gleich gemütlich machen.
Der Abendspaziergang am Flakensee ist schon ein Ritual. Die letzten Sonnenstrahlen genießen wir bei einem Bierchen auf den Flakenseeterrassen.
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Am 22.8.2026 ist es soweit, für die Jungs beginnt der Ernst des Lebens. Stolz stehen sie auf der Bühne und absolvieren anschließend ihre allererste Unterrichtsstunde.
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Nach der Fotosession auf dem schön gestalteten Schulhof gibt es beim Asiaten Mittagessen und dann wird im Garten gefeiert. Die beiden gehen kurz vor Mitternacht geschafft, aber glücklich in ihr Zelt.
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